Wettingen
Die toten Barben im Wettinger Stausee kommen aus Zürich

«Seit einiger Zeit stellen wir fest, dass im Wettinger Stausee immer mehr Barben sterben», bestätigt Adolf Bolliger von der Pachtvereinigung Stausee eine Sendung von Tele M1. Vermehrt tote Barben waren im Rahmen des Rotaugen-Projektes gezählt worden.

Merken
Drucken
Teilen

Mit dem Projekt wollen die Fischer und der Kanton feststellen, wie es um den Bestand der Rotaugen steht.

Die toten Barben seien meist am Kopf und am hinteren Körperteil von Pilzen und teilweise von Fischegeln befallen. «Die Ursache dafür habe ich noch nicht erkannt», sagt Bolliger. Eine Vergiftung schliesst er aus: «Es handelt sich sicher nicht um ein akutes Sterben.» Es könnte sein, dass die Schleimhaut der Fische nicht mehr so widerstandsfähig sei wie früher. Vor allem im oberen Teil des Stausees hat er sterbende Fische gesehen.

Die Fische sterben in Zürich

Er hat nun einen Bericht verfasst und den Biologen, die ins Rotaugen-Projekt involviert sind, zugesandt. «Sicher kommen die Barben aus dem Kanton Zürich», sagt Bolliger. Die Barben leben primär in Fliessgewässern, müssten also aus dem nicht gestauten Teil der Limmat kommen. Dass sie von unterhalb der Staumauer kommen, schliesst Bolliger weitgehend aus: «Den Fischpass nutzen nur sehr wenig Barben.»

«Wir haben nichts Aussergewöhnliches festgestellt», sagt Lukas Menzi vom Fischereiverein Kloster Fahr. Besonders wenn das Wasser wärmer ist, werden sie von Pilzen befallen, was zum Tod führe. (DM)