Einwohnerrat Wettingen
«Die Umsetzung des Kulturhauses wäre enorm aufwendig»

Helen Suter (EVP) reichte ein Postulat ein, in dem sie sich für ein kreatives Kulturhaus aussprach. Sie stelle sich Räumlichkeiten vor, in denen Jung und Alt kreativ arbeiten können. Begabungen sollen so entdeckt und gefördert werden.

Andrea Ebneter
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Das Gluri Suter Huus ist ein Kulturhaus mit Ausstellungen. Archiv

Das Gluri Suter Huus ist ein Kulturhaus mit Ausstellungen. Archiv

«Es geht um die Prüfung eines solchen Angebots», sagte Helen Suter. «Auch die Kulturkommission begrüsst das Anliegen grundsätzlich», sagte Gemeinderätin Antoinette Eckert. Sie erläuterte, was Abklärungen mit der Jugend- sowie der Kulturkommission und dem Jugendarbeitsausschuss ergeben hatten. Letzterer unterstützte die Idee eines Gemeinschaftszentrums, sagte Eckert. Die Kommission betone, dass die Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten und Vertreter der Stadt Baden sowie externen Fachpersonen unumgänglich sei. Auch die Jugendarbeit spricht sich für das Anliegen aus: Für sie sei wichtig, dass das Kulturhaus nicht zur Konkurrenz für bestehende Angebote von diversen Jugendvereinen werden soll. «Die Kommissionen äusserten sich positiv, aber die Umsetzung des Kulturhauses könnte enorm grossen Aufwand bedeuten», sagte Eckert. «Die Weiterverfolgung des Kulturhauses ist nicht prioritär.» Deshalb lehne der Gemeinderat das Postulat ab.

Yvonne Vogel (FDP) war der Ansicht, dass das nicht die Aufgabe der Gemeinde sei. Leo Scherrer (WG) aber betonte: «Wenn Wettingen städtische Qualitäten haben will, gehören Angebote wie dieses dazu.» Man solle Pilotversuche starten. Hanna Läng (EVP) unterstützte Scherrers Meinung. Thomas Meier (CVP) war gar nicht begeistert: «Das Postulat ist einfach schlecht formuliert. Es gibt zu viele offene Fragen.» Die Überweisung des Postulats wurde mit 32 Nein, 13 Ja und 2 Enthaltungen abgelehnt.

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