Die Gemeindeverwaltung Bellikon befindet sich in zwei umgenutzten Wohnungen. Der Platz ist eng, richtige Sitzungszimmer gibt es nicht. Das soll sich ändern. Für 225 000 Franken darf die Verwaltung umgestaltet werden. Dies hat die Gemeindeversammlung am Freitag mit grossem Mehr beschlossen (siehe auch az Aargauer Zeitung vom 27.11. 2010). Dem Umbau werden unter anderem die beiden Badewannen zum Opfer fallen, weder diejenige in der Kanzlei noch diejenige in der Finanzverwaltung haben irgendeine Funktion. Kritisiert wurde aus der Versammlung, dass trotz Umgestaltung die Verwaltung nicht behindertengängig werde. Der Gemeinderat versprach dies für einen späteren Umbau. «Wir machen jetzt nur das Nötigste, für einen Lift müssten wir das Haus stärker umbauen», sagte Vizeammann Roger Keller. Ein wesentlich teureres und umfassendes Umbauprojekt hatte die Gemeinde vor einigen Jahren abgelehnt.

Angst vor allzu grossen Bauten

Nach teilweise engagierter Diskussion wurde die neue Nutzungsplanung Siedlung mit 101 gegen 25 Stimmen genehmigt. Gegenüber der heutigen Situation sind vor allem zwei Änderungen vorgesehen: Am nördlichen Ortsrand wird neues Bauland eingezont, und nördlich der Rehaklinik wird deren Areal so umgezont, dass sie dort ein Patientenhotel erstellen kann. Bereits existieren Entwürfe für die geplanten Bauten. Das stiess bei einigen Anstössern auf Opposition. Vor allem befürchten sie, dass wieder ein grosser, das Dorf dominierender Bau entstehen könnte, wie es die bestehende Klinik ist.

Mit der neuen Wohnzone will die Gemeinde die Voraussetzung für ein weiteres moderates Wachstum schaffen. Nur wenn dies weiterhin gewährleistet ist, kann sie ihren günstigen Steuerfuss von 89% halten und die künftigen Aufgaben finanzieren.

Sonne soll auf Dächer scheinen

Energiepolitik betreibt die Gemeinde mit den neuen Paragrafen 6 und 7 der Bau- und Nutzungsordnung (BNO). Künftig sind Sonnenkollektoren auf allen Dachseiten erlaubt und die Dachform ist in den zweigeschossigen Wohnzonen frei wählbar.

Gemeindeversammlung
Stimmberechtigte1154
Quorum, 20%231

Anwesend138
Alle Beschlüsse unterliegen
dem fakultativen Referendum

Beschlüsse:
- Stellenpensum Baumat, angenommen;

- Revision Nutzungsordnung Siedlung, 101 Ja, 25 Nein;
- Umbau Gemeindehaus, 225000 Franken, angenommen bei 2 Nein;
- Fussweg Schlossberg, 43000 Franken, angenommen;
- Kreditabrechungen Hasenbergstrasse und Buchgrindle; Budget 2011, angenommen.