Baden

Die Wakker-Stadt putzt sich heraus – Preisverleihung wird in den Herbst verschoben

Mit etwas Verspätung feiert die Stadt Baden ihre Auszeichnung. Nun hat die Stadt eine Onlinekampagne für die schönsten Orte und Plätze in Baden gestartet.

Baden wurde Anfang Jahr vom Schweizer Heimatschutz mit dem renommierten Wakker-Preis für einen beispielhaften Ortsbildschutz ausgezeichnet. Nach der ersten grossen Freude und einigen kritischen Zwischentönen aus der lebensfrohen Stadt, verlor sich das Thema im Coronanebel. Nun, da sich der Nebel lichtet, soll der Wakker-Preis der Bevölkerung in Baden und weit darüber hinaus ans Herz gelegt werden. Letzte Woche wurde dem Stadtturm schon eine übergrosse Schärpe umgelegt, jetzt lanciert der Stadtrat unter dem Motto «Baden ist dein Platz» eine Onlinekampagne.

Die Bevölkerung, aber auch Gäste aus nah und fern, sind dazu aufgerufen, über ihre liebsten Plätze und Orte in Baden zu berichten. Der Schweizer Heimatschutz ehrt die Stadt explizit «für ihre Investitionen, hochwertige öffentliche Freiräume zu erhalten oder neu zu schaffen und so der Bevölkerung und den Gästen mehr Lebensqualität zurückzugeben». Über mehrere Jahrzehnte habe Baden konsequent die Altstadt vom motorisierten Verkehr befreit und Plätze und Strassenräume wieder zu Orten der Begegnung und des Flanierens gemacht, so der Heimatschutz.

Zudem setze die Stadt gezielt auf den Erhalt der historischen Parkanlagen und die Schaffung von hochwertigen Freiräumen in den «industriellen Transformationsgebieten», sprich vor allem in Baden Nord, dem früheren BBC-Areal. In den kommenden Monaten soll es neben der Kampagne zudem Veranstaltungen wie Werkstattgespräche, Themen- und Fachführungen zum Wakker-Preis geben. Dabei sollen insbesondere die öffentlichen Räume und ihre Entwicklung unter die Lupe genommen werden. Seit dieser Woche ist auch eine neue Publikation des Schweizer Heimatschutzes mit dem Titel «Wakker-Preis 2020: Baden» erhältlich, zu beziehen unter anderem bei Baden Info oder in den Badener Buchhandlungen.

Höhepunkt des leicht verkürzten Badener Wakker-Jahres wird die öffentliche Preisverleihung im Herbst sein. Sie war ursprünglich für den 27. Juni vorgesehen, aber wurde nun coronabedingt auf den 19. September verschoben. Wie Stadtammann Markus Schneider (CVP) sagt, wird das Programm in diesen besonderen Zeiten weiterhin entsprechend zurückhaltend geplant: «Wir zeigen die Vorzüge unserer Stadt sehr gerne und freuen uns auf Besucherinnen und Besucher. Gleichzeitig passen wir die Aktivitäten an die aktuelle Situation an und planen diese möglichst umsichtig.»

Wakkerpreisgewinner seit 2000

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