Baden
Die Wakker-Stadt putzt sich heraus – Preisverleihung wird in den Herbst verschoben

Mit etwas Verspätung feiert die Stadt Baden ihre Auszeichnung. Nun hat die Stadt eine Onlinekampagne für die schönsten Orte und Plätze in Baden gestartet.

Andreas Fahrländer
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Der Theaterplatz: Wo einst Autos parkierten, flanieren heute Menschen über den Platz und geniessen die Aussicht über die Limmat.
26 Bilder
Der neue Freiraum am Theaterplatz am Rand der Innenstadt wurde durch den Bau eines Parkhauses im Untergrund ermöglicht, auf dessen Dach sich der Platz heute erstreckt.
Der alte Stadtfriedhof stand bei seiner Erstellung 1821 abseits des Stadtkerns. Heute liegt er inmitten der wachsenden Wohn- und Arbeitsgebiete.
Spielplatz auf dem alten Stadtfriedhof an der Bruggerstrasse.
2013 erhielt die geschützte Gartenanlage eine neue Bestimmung als ruhiger Erholungsort und Quartierspielplatz.
Auch der neu gestaltete Schlossbergplatz wird als gutes Beispiel städtischer Planung erwähnt.
Der Neubau Schlossberg, ein Gewerbe- und Wohnhaus, am Schlossbergplatz.
Der Stadtturm von der anderen Seite, der Weiten Gasse.
Blick auf die Altstadt von der Ruine Stein aus.
Fussgänger und Velofahrer teilen sich die Cordulapassage unter der Schulhausplatz-Kreuzung, einer der meistbefahrenen Kreuzungen der Schweiz.
Nur für den öffentlichen Verkehr: Unterhalb der Cordulapassage verläuft ein Bustunnel.
Blick auf die Schulhausplatz-Kreuzung mit dem Wohn- und Geschäftshaus Falken (rechts).
Die neu gestaltete Schulhausplatz-Kreuzung wurde im August 2018 nach aufwendiger Sanierung eröffnet.
Die Parkanlage des Kurparks ist im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt.
Bäume spiegeln sich im Kurpark-Weiher.
Der Promenadenlift, ein öffentlicher Personenaufzug, der vom Bahnhofplatz hinunter zur Limmatpromenade führt, überwindet 27 Höhenmeter.
Der Lift (im Hintergrund) führt zum Limmatsteg.
Der Bahnhofplatz mit dem «Schwyzerhüsli».
Die Weite Gasse in der Altstadt.
Der Trafoplatz mit dem Kino Trafo im Hintergrund.
Die Parkanlage der Villa Boveri ist die bedeutendste private Gartenanlage der Stadt.
Die gedeckte Holzbrücke über der Limmat.
Der Kirchplatz mit der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in der Altstadt.
Neuer Geh- und Radweg in Richtung Bezirksgebäude und Schulhausplatz.
Der Vorplatz des Bezirksgebäudes mit dem Obeliskbrunnen von 1866.
Blick auf die Altstadt und Baden Nord.

Der Theaterplatz: Wo einst Autos parkierten, flanieren heute Menschen über den Platz und geniessen die Aussicht über die Limmat.

Keystone

Baden wurde Anfang Jahr vom Schweizer Heimatschutz mit dem renommierten Wakker-Preis für einen beispielhaften Ortsbildschutz ausgezeichnet. Nach der ersten grossen Freude und einigen kritischen Zwischentönen aus der lebensfrohen Stadt, verlor sich das Thema im Coronanebel. Nun, da sich der Nebel lichtet, soll der Wakker-Preis der Bevölkerung in Baden und weit darüber hinaus ans Herz gelegt werden. Letzte Woche wurde dem Stadtturm schon eine übergrosse Schärpe umgelegt, jetzt lanciert der Stadtrat unter dem Motto «Baden ist dein Platz» eine Onlinekampagne.

Die Bevölkerung, aber auch Gäste aus nah und fern, sind dazu aufgerufen, über ihre liebsten Plätze und Orte in Baden zu berichten. Der Schweizer Heimatschutz ehrt die Stadt explizit «für ihre Investitionen, hochwertige öffentliche Freiräume zu erhalten oder neu zu schaffen und so der Bevölkerung und den Gästen mehr Lebensqualität zurückzugeben». Über mehrere Jahrzehnte habe Baden konsequent die Altstadt vom motorisierten Verkehr befreit und Plätze und Strassenräume wieder zu Orten der Begegnung und des Flanierens gemacht, so der Heimatschutz.

Zudem setze die Stadt gezielt auf den Erhalt der historischen Parkanlagen und die Schaffung von hochwertigen Freiräumen in den «industriellen Transformationsgebieten», sprich vor allem in Baden Nord, dem früheren BBC-Areal. In den kommenden Monaten soll es neben der Kampagne zudem Veranstaltungen wie Werkstattgespräche, Themen- und Fachführungen zum Wakker-Preis geben. Dabei sollen insbesondere die öffentlichen Räume und ihre Entwicklung unter die Lupe genommen werden. Seit dieser Woche ist auch eine neue Publikation des Schweizer Heimatschutzes mit dem Titel «Wakker-Preis 2020: Baden» erhältlich, zu beziehen unter anderem bei Baden Info oder in den Badener Buchhandlungen.

Höhepunkt des leicht verkürzten Badener Wakker-Jahres wird die öffentliche Preisverleihung im Herbst sein. Sie war ursprünglich für den 27. Juni vorgesehen, aber wurde nun coronabedingt auf den 19. September verschoben. Wie Stadtammann Markus Schneider (CVP) sagt, wird das Programm in diesen besonderen Zeiten weiterhin entsprechend zurückhaltend geplant: «Wir zeigen die Vorzüge unserer Stadt sehr gerne und freuen uns auf Besucherinnen und Besucher. Gleichzeitig passen wir die Aktivitäten an die aktuelle Situation an und planen diese möglichst umsichtig.»

Baden ist dein Platz

Mehr zur Onlinekampagne auf www.baden.ch/wakkerpreis.

Wakkerpreisgewinner seit 2000

2019: Langenthal BE
20 Bilder
2018: Stiftung «Nova Fundaziun Origen» in Riom GR
2017: Sempach LU
2016: Rheinfelden AG
2015: Bergell GR
2014: Aarau
2013: Sion
2012: Köniz BE
2011: West-Lausanne
2010: Fläsch GR
2009: Yverdon VD
2008: Grenchen SO
2007: Altdorf
2006: Delémont. Im Bild Bürgermeister Gilles Froidevaux.
2005: SBB. Im Bild der damalige SBB-Geschäftsleiter Benedikt Weibel.
2004: Biel BE
2003: Sursee LU
2002: Turgi AG
2001: Uster ZH
2000: Genf

2019: Langenthal BE

Keystone