Neuenhof
Die Webermühle in Neuenhof bekommt ein Facelifting

Der über 35 Jahre alten Wohnsiedlung «Webermühle» in Neuenhof steht eine komplette Sanierung bevor. Finanzielle Hilfe leistet dabei auch die Grossbank Credit Suisse.

Jessica Dubois
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Die Sanierungsarbeiten der «Webermühle» sollen im Frühling 2012 beginnen. Walter Schwager

Die Sanierungsarbeiten der «Webermühle» sollen im Frühling 2012 beginnen. Walter Schwager

Limmattaler Zeitung

Da ist Grosses geplant. Die Siedlung «Webermühle» in Neuenhof soll saniert werden. Und zwar total: Jede der insgesamt 368 Wohnungen soll erneuert werden. Eigentümer der Liegenschaft ist seit 2008 der Immobilienfonds Credit Suisse (CS) Real Estate Fund LivingPlus. Bereits beim Kauf war klar, dass bald eine Sanierung durchgeführt werden muss.

Notwendigkeit vorhanden

«Konkret in Angriff genommen haben wir das Projekt im 2010 mittels einer technischen Liegenschaftsanalyse», sagt Ivana Bianchet, Mediensprecherin Immobilienanlagen der CS. Zudem wurden die Bedürfnisse und Wünsche der Mieter durch eine Umfrage der ETH Zürich ermittelt. Besonders Küche und Badezimmer schnitten als «ungenügend» ab. Auch der mangelnde Schallschutz der Wohnungen wurde von rund jedem Dritten erwähnt. «Die Notwendigkeit der Sanierung stand nie zur Diskussion», sagt Bianchet. «Es ist klar, dass etwas gemacht werden muss».

2014 soll fertig saniert sein

Nun wird also gehandelt. Das Baugesuch wurde eingereicht und muss nur noch vom Gemeinderat bewilligt werden. In zwei Etappen soll die Siedlung bis Ende 2014 fertig saniert werden. Gezielte Massnahmen sollen die Nachhaltigkeit der Wohnungen verbessern. So sollen die neuen Fenster für geringeren Heizaufwand sorgen. Die meisten Mieter werden ihre Wohnung trotz Bauarbeiten weiterhin benützen können. Einzig in 39 Wohnungen muss bis auf den Grundriss renoviert werden.

Die Betroffenen können deshalb auf Wunsch eine freie Wohnung in der Siedlung beziehen. «Bereits ein Drittel der Betroffenen hat von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Bisher haben wir von niemanden gehört, der aufgrund der Sanierungsarbeiten ausziehen möchte», sagt Bianchet. Die Mieter dürfen wählen, in welcher der beiden Wohnungen sie schlussendlich bleiben möchten. Informiert wurden die Anwohner durch einen Brief im März dieses Jahres. Laut Bianchet gingen kaum Reaktionen ein. Doch die Nachfrage der az zeigt: Das Echo scheint durchaus positiv zu sein, die Siedlungsbewohner fühlen sich ausreichend informiert und gut betreut.

Positive Rückmeldungen

Hedy Birchmeier, die von Anfang an in der Webermühle wohnt, zeigt sich zufrieden mit ihren Vermietern: «Ich finde es sehr fair, wie die Verwaltung alles geregelt hat.» Die langjährige Mieterin hat für sich hingegen eine besondere Lösung gefunden. Während der Sanierungsarbeiten wird sie mit ihrem Mann für ein bis zwei Monate verreisen.

Dass die Bauarbeiten Lärm und Dreck verursachen werden, ist allen klar. Auch Maya Flückiger, seit 25 Jahren in der Webermühle, sieht den Arbeiten mit zwiespältigen Gefühlen entgegen: «Die Sanierungsarbeiten werden mich sicher belasten. Doch wir wollen ja, dass es wieder moderner, sauberer und schöner wird.» Sie ist froh über die Zusage seitens der Eigentümer, notfalls ein Zimmer in einer anderen Wohnung beziehen zu können. Dies, falls sie den Lärm nicht mehr aushalten können und eine Notlösung brauchen sollte. Flückiger hält jedoch fest: «Ich freue mich riesig auf die sanierte Wohnung!»

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