«Süpercross» Baden

Die Zukunft des Radquer-Spektakels ist nun doch bis 2020 gesichert

Süpercross: Das Rennen kann dieses Jahr nun doch stattfinden. (Archiv)

Süpercross: Das Rennen kann dieses Jahr nun doch stattfinden. (Archiv)

Wegen einer schützenswerten Magerwiese stand das europaweit bekannte Radquerrennen «Süpercross» in Baden vor dem Aus. Nun hat die Stadt doch noch grünes Licht gegeben.

Das Radquerrennen auf der Badener Baldegg lockt seit 2011 jedes Jahr mehrere Tausend Besucher an, und auch ausländische Topstars reisen an, um die anspruchsvollen Strecke in Angriff zu nehmen. Doch

die Zukunft des einzigen Badener Sportevents mit nationaler Ausstrahlung war bis vor kurzem ungewiss – weil das Rennen über eine Magerwiese führt, die gemäss Bau- und Nutzungsordnung (BNO) schützenswert ist. Die Stadt überlegte sich, die dieses Jahr auslaufende Bewilligung für das Rennen mit dem Namen «Süpercross» nicht mehr zu erneuern.

Highlights vom Süpercross Baden 2011.

Highlights vom Süpercross Baden 2011.

Rund 200 Meter des Parcours sowie die vom internationalen Radsportverband vorgeschriebene Waschzone lagen bisher auf der Wiese. «Langfristig und mit den jährlich wiederkehrenden Eingriffen durch das Radrennen wird punktuell die schützenswerte Flora dieser hochwertigen Fläche gefährdet», erklärte die Stadtökologie Baden. Die Organisatoren des Rennens erklärten, für eine Strecke gemäss internationalem Reglement sei man auf die Wiese zwingend angewiesen.

Kompromiss mit Stadt gefunden

Gestern vermeldete Christian Rocha, Präsident des Organisationskomitees des Süpercross, die für Radquerfans erfreuliche Nachricht: «Das Süpercross erhielt von der Stadt Baden eine Bewilligung für die Jahre 2016 bis 2020. Wir sind froh, dass nun Klarheit herrscht. Für uns als Verein, für die Stadt, aber auch für den nationalen und internationalen Radquersport ist dies eine sehr wichtige Entscheidung.» Nach verschiedenen Gesprächen mit diversen Beteiligten habe sich die Natur- und Umweltkommission der Stadt dafür ausgesprochen, dass eine Minimalbefahrung der Magerwiese gestattet sei.

Aufgrund der Vorgaben des internationalen Radsportverbands und der äusserst knappen Platzverhältnisse auf der Baldegg sei es ein schwieriges Unterfangen gewesen, eine neue, reglementskonforme Streckenführung zu finden, sagt Christian Rocha. «Die Charakteristik des für die Zuschauer äusserst attraktiven Parcours kann nun erhalten bleiben», freut er sich.

Der Süpercross-Präsident spricht Stadträtin Ruth Müri (Team Baden) und dem Badener Sportkoordinator Andres Greter ein Lob aus. «Ohne ihren Einsatz, ihre Vermittlung und ihre konstruktiven Ideen wäre diese Kompromisslösung nicht zustande gekommen.»

Bereits bei der fünften Austragung des Süpercross am 13. September wird die neue Streckenführung umgesetzt. (PKR)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1