«Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel Elektronik beispielsweise in Tunnels verbaut wird», sagt Geschäftsführer Christian Binder, der vor 30 Jahren das Unternehmen als Mitgründer ins Leben rief. Elektronik – wie in den robusten Industriecomputern, die Syslogic selbst entwickelt und fertigt.

Diese zeichnen alle relevanten Daten auf, die die Verkehrsleitzentrale benötigt, um regulierend einzugreifen. Robust müssen die Computer deshalb sein, weil sie häufig extremen Verhältnissen ausgesetzt sind. In Tunnels herrschen mitunter hohe Temperaturen, in Zügen dagegen müssen die Geräte Temperaturen von bis – 40 Grad, etwa in Russland, aushalten.

Computer, die im Industriesektor oder in Fahrzeugen wie etwa Baumaschinen eingesetzt werden, stehen vor einer anderen Herausforderung: Sie sind Öl, Staub und Schmutz ausgesetzt. Zudem müssen sie starken Erschütterungen, wie sie beim Auffräsen von Teerbelägen entstehen, die Stirn bieten. «Unsere Industriecomputer sind so ausgelegt, dass sie solchen Voraussetzungen im Dauerbetrieb, 24 Stunden an 7 Tagen die Woche, trotzen», sagt Binder.

Zweiter Standort eröffnet

Syslogic entwickelt und produziert in Baden-Dättwil und im deutschen Dresden. Der neue Standort in Dresden habe sich vor zwei Jahren wegen der hohen Nachfrage im EU-Raum aufgedrängt, sagt Patrik Hellmüller, Marketing Communications Manager.

Dank hohem Automatisierungsgrad, schlanken Produktionsabläufen und einem straffen Qualitätsmanagement könne das Unternehmen europäische Qualität zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Zudem passt Syslogic ihre Industriecomputer bereits ab kleinen Stückzahlen den Kundenwünschen an.

Eine weitere Stärke von Syslogic: die lange Verfügbarkeit der Geräte. «Damit können wir auch im Retrofit-Markt (Modernisierung oder Ausbau bestehender meist älterer und nicht mehr produzierter Anlagen) Hand bieten», sagt Christian Binder.

«Wir sind zudem eines der wenigen Unternehmen in der Branche, die dem Standort Schweiz treu bleiben und nicht in den asiatischen Raum abwandern», sagen Binder und Hellmüller. Man sei an der Front dabei und könne im hart umkämpften Markt die Stellung halten. «In der Schweiz ist es schwierig, den Umsatz zu steigern. In Deutschland hingegen boomt die Industrie. Dort hoffen wir auf fünf bis zehn Prozent mehr Absatz», zeigen sich die beiden zuversichtlich.

Dieses Ziel zu erreichen, daran arbeiten 40 Mitarbeitende. Darunter einige Hochschulabsolventen, die in den Bereichen Innovation und Forschung neue Technologien vorantreiben.