Die 29-jährige Natalyah, wie sie sich nun nennt, will jetzt auch hierzulande gross rauskommen. Mit ihrem neuen Album «Badder than you», das sie am Donnerstag im Club Escherwyss in Zürich präsentierte, will sie einen neuen Trend setzen. Popsoca heisst die Musikrichtung aus Trinidad, für die Natalyahs Herz schlägt. «Die Musik ist eine Mischung aus Pop und Reggae», sagt sie.

Natalyah ist auf der Karibikinsel geboren und in Baden aufgewachsen. «Ich hänge an beiden Orten, zum Leben finde ich Baden allerdings besser.» Die Sängerin reist viermal jährlich nach Trinidad. Nicht zuletzt, weil sie dort bereits eine Fangemeinde hat, beim jährlichen Karneval auftritt und ihre Eltern auf der Insel ein Haus besitzen.

«Ich wollte Aufmerksamkeit»

Natalyah singt, seit sie denken kann. Was als Hobby begann, wurde zur grossen Leidenschaft und schliesslich zu ihrem Beruf. Als sie acht Jahre alt war, bekam sie von ihren Eltern ein Aufnahmegerät geschenkt und fing an, ihre Stimme aufzunehmen. Mit 18 Jahren suchte sie sich im Internet eine Band und trat immer wieder an Hochzeiten und Privatanlässen auf.

Zu dieser Zeit hatte sie einen ihrer bis jetzt grössten Auftritte: Im Zürcher Hallenstadion durfte sie bei der Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen die Schweizer Hymne singen. Es folgten Auftritte als Vorband für Stars wie David Guetta. Mit 22 Jahren bewarb sie sich dann zum ersten Mal beim Eurovision Song Contest (ESC). Ganze drei Mal versuchte sie, in der Vorausscheidung ein Runde weiterzukommen, um die Schweiz beim ESC vertreten zu dürfen. «Ich habe immer sehr spezielle Songs eingereicht, von Electro Pop bis zu Balladen. Ich wollte aber vor allem Aufmerksamkeit», sagt Natalyah.

Seit sieben Jahren selbstständig

Nach ihrem Musikstudium in London und vielen Reisen lebt die Sängerin heute wieder bei ihren Eltern in Baden. «In unserem Haus habe ich die Freiheit Musik zu machen, wo, wann und so laut ich will.»

Seit sieben Jahren kann sie von der Musik leben. Im Schnitt erhält sie wöchentlich drei Anfragen für Auftritte. Das seien langsam zu viele, wie die Sängerin sagt: «Ich bin auf der suche nach einem Management.» Damit hat sich ihr Traum beinahe schon erfüllt. «Ich wäre in der Schweiz gerne etwas bekannter. Vielleicht klappt es mit der neuen Musikrichtung.» In der Region tritt sie bis jetzt vor allem im Casino Baden auf. Sollte eines Tages der grosse Durchbruch kommen, steht für die Sängerin fest, dass sie ihre Heimat nicht verlassen wird: «Ich könnte niemals wegziehen von Baden, es ist viel zu schön.»