Baden / Schinznach Dorf
Diese beiden Aargauer Apotheker erleben gerade einen Hype um die FFP2-Masken – sie sind teils ausverkauft

Daniel Aebi und Martina Sigg betreiben je eine Apotheke im Kanton Aargau. In den vergangenen Tagen haben sie die Unsicherheit ihrer Kundschaft zu spüren bekommen. Grund dafür ist die Pflicht in Nachbarländern FFP2-Masken zu Tragen.

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Nur noch die normalen Masken sind in der Badener Apotheke Husmatt übrig, als der Regionalfernsehsender Tele M1 dort seine Aufnahmen macht. Von den FFP2-Masken hat Geschäftsführer Daniel Aebi keine mehr übrig. Sie sind seit dem Wochenende ausverkauft.

«Als in Deutschland diskutiert wurde, dass man in Zügen bald FFP2-Masken brauchen könnte, ist bei uns ein richtiger Run losgegangen», erklärt Aebi. Dabei sei das völliger Irsinn. «Die normalen Masken für den normalen Bürger reichen völlig», sagt Aebi.

Gaby und Daniel Aebi von der Apotheke Husmatt.Bild: Archiv/Spichale

Gaby und Daniel Aebi von der Apotheke Husmatt.Bild: Archiv/Spichale

Alex Spichale

Die Leute in der Apotheke Husmatt sind verunsichert, weil in einzelnen deutschen Bundesländern und Österreich FFP2-Masken bereits Pflicht sind, in der Schweiz aber nicht. Dies kann Aebi bestätigen und fügt an, dass die Leute kein Verständnis haben, dass in seinem Geschäft aktuell keine FFP2-Masken mehr zur Verfügung stehen.

Masken werden teilweise zu lange getragen

Martina Sigg.    

Martina Sigg.    

Alex Spichale

Einen Run wie in der Husmatt-Apotheke hat Martina Sigg in ihrer Apotheke in Schinznach Dorf nicht festgestellt. Aber: Auch bei ihr sind FFP2-Masken gefragter als auch schon. Engpässe gebe es nicht, auch wenn sie schwieriger nachzubestellen sind. Hamstern müsse man aber nicht und noch wichtiger sei, sich vor dem Kauf einer FFP2-Maske beraten zu lassen.

Denn diese Masken seien nicht für jedermann oder jedefrau geeignet, erklärt die Apothekerin: «Sie sind schwieriger zu tragen, weil man damit weniger gut atmen kann.» Gerade, wenn man sich noch bewege, merke man das schnell.

Weil FFP2-Masken teurer sind (etwa 3-4 Franken) als die herkömmlichen, bestünde zudem die Gefahr, dass man sie zu lange trägt. Das sei zu verhindern, heisst es aus den Apotheken. Dann kaufe man sich lieber «normale» Masken und wechsle diese dafür regelmässig. (cri)

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