Mit der Strategie Vorwärts will der Gemeinderat die finanziell angeschlagene Gemeinde Neuenhof in eine bessere Zukunft führen. Die Strategie war nach der misslungenen Fusion mit Baden formuliert worden und enthält unter anderem eine Zonenplanrevision mit dem Ziel, bessere Steuerzahler anzuziehen.

Hinter der Strategie Vorwärts stehen sowohl die vier wieder kandidierenden Mitglieder des Gemeinderates (siehe Box) wie auch die beiden neu kandidierenden Fred Hofer (FDP) und Andreas Muff (parteilos). Damit kommt es zur Kampfwahl um die fünf Sitze. Rolf Widmer (LdU) tritt nicht mehr an.

Neuenhof muss lebenswert bleiben

«Es geht primär um das Erbe des Landesrings», sagt Kandidat Andreas Muff (parteilos). Die sich zur Wiederwahl stellenden Gemeinderatsmitglieder dürften seiner Ansicht nach bestätigt werden.

Er will als künftiger Gemeinderat: «Neuenhof lebenswert halten und das Image der Gemeinde verbessern.» Neuenhof biete viel Positives, darunter ein sehr schönes Naherholungsgebiet. In der nächsten Legislaturperiode werden seiner Ansicht nach wichtige Weichen gestellt: «Die Fusion muss in der Region neu aufgegleist werden.» Dabei sei er nicht auf Baden fixiert, es könnte auch Wettingen sein: «Ich bin offen, in welche Richtung auch immer eine Fusion angestrebt wird.»

Wichtig sei, dass die Gemeinderäte der umliegenden Gemeinden dieses Thema sehr rasch angehen. Auf kommunaler Ebene sind ihm Sachthemen wichtig: «Wir müssen dringend die Schulhäuser sanieren, einige der Provisorien, in die ich 1960 zur Schule gegangen bin, werden heute noch benutzt.»

Liberale Gedanken fördern

«Ich will als Gemeinderat ein liberales Gedankengut in die Politik bringen», sagt Fred Hofer (FDP), Vater von zwei schulpflichtigen Kindern. Die kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) sollten im Gemeinderat besser vertreten sein. Zur Situation sagt er: «In Neuenhof geht es vor allem um die Finanzen.»

Als Mitglied der Finanzkommission, von 2006 bis 2011 sei er damit vertraut. Die Funktion hat er aufgegeben, als er in die Kirchenpflege der reformierten Kirchgemeinde Wettingen Neuenhof gewählt wurde. In dieser Eigenschaft sitzt er auch im Vorstand der Spitex Neuenhof. Diese hat vor zwei Jahren ihre Dienstleistung der Spitex Wettingen übergeben. Hofer ist überzeugt, dass die gesetzlichen Forderungen an die Spitex nur in professionell geführten und damit grösseren Organisationen erbracht werden können. Grössere Einheiten sieht er auch bei den Gemeinden: «Fusionen sind noch nicht vom Tisch, die Frage ist aber nur mit wem?»