Einbruch Baden
Diese Blutspuren sollen die Manor-Einbrecher von Baden überführen

Schnappt man die Einbrecher nicht direkt bei der Tat oder kurz danach, stehen die Chancen sehr schlecht. Nun setzt die Kapo Aargau auf das Blut eines Täters. Die DNA wird derzeit analysiert. Man hofft auf einen Treffer im Fahndungssystem.

Sabina Galbiati
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Blutspuren an den Scherben – Sie stammen von einem der vier Täter

Blutspuren an den Scherben – Sie stammen von einem der vier Täter

Corinne Rufli

Um die flüchtige Diebesbande, die gestern in den frühen Morgenstunden, die Schmuck-Vitrinen des Manors in Baden leergeräumt hat, doch noch zu schnappen, setzt die Kapo Aargau auf die DNA-Spuren.

Am Tatort fand die Polizei Diebesblut, das nun im Labor analysiert wird. Die Kapo setzt grösste Hoffnung auf eine Übereinstimmung in der Datenbank, einen sogenannten Personen-Hit.

«Sollte der Täter schon einmal gefasst worden sein und hat man seine DNA analysiert, dann finden wir ihn im Fahndungssystem Ripol», sagt Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau.

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Sollte die Kapo einen solchen Personen-Hit landen, dann wird der Dieb national und gegebenenfalls international ausgeschrieben. «Das müssen wir, zuerst mit der Staatsanwaltschaft abklären», sagt Graser.

Im besten Fall ist der Täter ausgeschrieben und läuft irgendwann in eine Personenkontrolle.

Wenig Hoffnung

«Schnappt man die Täter nicht auf frischer Tat oder gleich bei der Flucht, darf man sich keine Illusionen machen», sagt Graser. Dann werde es sehr schwierig, die Täter zu fassen und man brauche viel Geduld.

«Es kann genau so gut sein, dass die Täter als Touristen durch die Schweiz reisen und unbehelligt Hotels buchen», sagt Graser.

Heisse Spur bei Schmuck und Uhren

Eine weitere Spur könnten Schmuck und Uhren liefern. «Wenn die Stücke Nummeriert sind, können wir die Nummern ins Ripol eingeben», sagt Graser. Auf diese Weise könnten die schmucken Stücke bei einem Händler, oder sogar an einer Messe wieder auftauchen. Auf Anfrage möchte sich Manor-Mediensprecherin Elle Steinbrecher zur Identifizierbarkeit der Schmuckstücke und Uhren nicht äussern.

«Um den gesamten Schaden erfassen zu können, brauchen wir mindestens 48 Stunden», sagt Steinbrecher.

Bei dem Einbruch in die Manor Filiale in Baden gestern um 4:30 Uhr haben die Diebe 13 Schmuck-Vitrinen zerstört. Derzeit wird ein Inventar erstellt. Es hält fest, welche Schmuckstücke und Uhren gestohlen wurden, Welche Stücke zerkratzt oder sonst beschädigt wurden und welche Stücke noch verkauft werden können.

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