Laut und etwas schräg ging gestern die Badener Fasnacht zu Ende. Vom Cordulaplatz durch die Weite Gasse bis zum Schlossbergplatz ist der Guggencorso an der «Uslumpete» durch die Bäderstadt gezogen. Dabei dürfen sich die Fasnächtler über eine gute Bilanz freuen: «Dank dem schönen Wetter hatten wir dieses Jahr sehr viele Besucher», sagt Marco Ruesch, Präsident der Vereinigten Fasnachts-Gruppen Baden (VFGB).

Besonders der Fasnachtsumzug am Sonntagnachmittag lockte viele Menschen auf die Strassen. «Es war sicher ein Vorteil, dass die Fasnacht nicht in die Schulferien fiel», sagt Bernhard Schmid, Brödlimeister der Spanischbrödlizunft Baden. Erfreulich sei dabei, dass auch sehr viele Kinder im Umzug mitliefen. «Das verlangt viel Courage und verdient deshalb besonderen Respekt», so Schmid. Dabei müsse bei so vielen Besuchern darauf geachtet werden, dass sich Teilnehmer und Zuschauer nicht in die Quere kommen. Eine weitere Herausforderung stellte der Umbau des Schulhausplatzes dar. Denn kurz vor Fasnachtbeginn wurde ein neuer Kran auf dem Cordulaplatz aufgebaut. «Wir mussten dann die Bühne um den Kran herum organisieren», erklärt Rene Graf, VFGB-Verantwortlicher für Infrastruktur. Die grösste Herausforderung komme aber noch: «Wir müssen noch die Strassendekoration trocken ins Depot bringen», so Graf.

Präventiv gegen Alkoholexzesse

Ohne grössere Zwischenfälle ist die närrische Zeit vorübergegangen. «Es war eine farbenfrohe, mit vielen Konfetti geschmückte Fasnacht, ohne Vorfälle», sagt Martin Brönnimann, Kommandant der Stadtpolizei. Denn die Fasnächtler gingen dieses Jahr präventiv gegen Alkoholexzesse vor. «Die Erfahrung hat gezeigt: An unseren Ständen betrinkt sich keiner. Betrunkene haben den Alkohol immer selber mitgebracht», erklärt Graf. Deshalb verweise man Besucher mit Bierkästen von den Festplätzen.

Auch der Betreiber der bei Fasnächtlern beliebten Beiz «Rose» zieht eine positive Bilanz: «Diese Fasnacht war rundum besser als die letzte», sagt Urs Eggenschwiler. So war sein Restaurant am Schmutzigen Donnerstag sowie am Freitag ausgebucht. «Die Leute haben bereits zwei bis drei Wochen zuvor einen Platz reserviert», so Eggenschwiler. Das habe sich gelohnt, denn die Schnitzelbänke seien sehr lustig und gut gewesen.