Untersiggenthal

Diese Mega-Krippe verzaubert das ganze Dorf

Weder Aufwand noch Kosten wurden für das Krippendorf in Untersiggenthal gescheut.

Über die Weihnachtstage sind vermutlich die meisten Familien mit dem Aufbau einer kleinen Weihnachtskrippe beschäftigt. Im Normalfall reicht dafür ein Tischchen im Wohnzimmer aus.

Auch der Bauer Fredy Umbricht, der zusammen mit seinem Bruder Pirmin in Untersiggenthal den Hofladen Wein & Gemüse Umbricht betreibt, gestaltete gemeinsam mit seiner Partnerin Sina Brugger eine solche Weihnachtskrippe. Doch diese Krippe passt kaum ins eigene Wohnzimmer: Allein die Bodenfläche des Krippendorfs beträgt beachtliche acht auf dreieinhalb Meter. Wer die vergleichsweise kleinen Figuren von Maria, Joseph, Jesus und den Drei Königen finden will, muss genau hinschauen. Blickfang ist die selbst gebastelte Seilbahn. «Bergwelt ist das Sujet der diesjährigen Krippe», sagt Umbricht.

Seit 13 Jahren baut Umbricht vor der Adventszeit Stück für Stück eine idyllische Traumwelt auf. Noch nie gab es einen Vandalismus-Vorfall. Das Krippendorf findet stattdessen jedes Jahr grossen Anklang und hat mittlerweile Tradition im Dorf. Auch vom Adventsmarkt ist es nicht mehr wegzudenken.

150 Stunden investiert

Bis die Kisten, die als Unterlage dienen, mit Moos aus dem Wald abgedeckt sind und alle 38 Häuschen mit Lichterketten verkabelt sind, braucht es eine Menge Geduld. Der Arbeitsaufwand für die Riesenkrippe betrug ganze 150 Stunden. Auch hatte das Vorhaben seinen Preis: Über 1000 Franken schlagen zu Buche. «Das Material hält aber für die nächsten paar Jahre», sagt Umbricht. Weshalb macht man das überhaupt alles? «Das Krippendorf bereitet Kunden, Passanten sowie uns Freude», sagt Umbricht.

Fredy Umbricht über das grosse Weihnachtskrippendorf in Untersiggenthal

Fredy Umbricht über das grosse Weihnachtskrippendorf in Untersiggenthal

Er konnte neben der Unterstützung der Partnerin ebenfalls auf seinen Vater Erwin Umbricht zählen. Auch der neunjährige Lorin und die sechsjährige Enora packten fleissig mit an. Die beiden Kinder des Bruders stellten sogar eigene Spielsachen zur Verfügung. «Es ist schön, dass alle mithelfen. So macht der Aufbau gleich noch mehr Spass», sagt Umbricht und fügt an: «Der Schulweg führt direkt an der Krippe vorbei.» Wenn sich die Kinder begeistert etwas wie «Cool, schau, die stellen die Häuschen wieder auf» zurufen, freue das ihn und seine Helfer. Bis zum 6. Januar lässt sich das Krippendorf noch bestaunen.

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