Baden liebt dich
Diese Paare haben sich auf Schloss Stein symbolisch verbunden

Am Samstagmorgen wird nun zum ersten Mal im Rahmen des Stadtfests ein Paar auf dem Schloss Stein vermählt. Zudem haben sich bereits 150 Paare symbolisch verbinden lassen.

Erna Lang-Jonsdottir
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Diese Paare haben sich auf dem Schloss Stein symbolisch verbunden
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Diese Paare haben sich auf dem Schloss Stein symbolisch verbunden

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Die nordische Liebesgöttin Freyja herrscht tatsächlich auf dem Schloss Stein: Über 150 Paare haben sich bisher am Stadtfest bei der Kunstinstallation «Baden liebt dich» symbolisch verbinden lassen (siehe Box). Die beiden Organisatorinnen und Schwestern Isabelle und Zora Schiess wurden, wie sie sagen, «am ersten Stadtfest-Tag sogar beinah von den Verliebten überrannt».

Dass sich kürzlich ein Pärchen aus Ennetbaden gemeldet hat, das sich am Stadtfest das richtige Ja-Wort geben will, ist für die Schwestern der Höhepunkt ihrer Kunstinstallation. Am Samstagmorgen wird nun zum ersten Mal im Rahmen des Stadtfests ein Paar auf dem Schloss Stein vermählt.
Stadtfest-Flirter trauen sich weniger
«Wir waren rund drei Monate auf der Suche nach Pärchen, die sich während des Stadtfests bei uns trauen lassen wollen», erklärt Isabelle Schiess. Ein erstes interessiertes Pärchen habe aber leider abgesagt. «Dass sich kurz vor dem Fest doch noch ein Pärchen gemeldet hat, war eine grosse Überraschung», freuen sich die Schwestern. Der freischaffende Theologe Thomas Gröbly habe die Hochzeitsfeier mit dem Pärchen vorbereitet und der Apéro sei organisiert. «Offiziell trauen lassen wird sich das Paar vor der Feier», erklärt Zora Schiess.

«Baden liebt dich»

Bei der Kunstinstallation «Baden liebt dich» auf dem Schloss Stein können sich Verliebte für 24 Stunden, für 7 Tage, für ein Jahr oder für ewig und einen Tag symbolisch verbinden lassen.

Dazu müssen sie unter den fünf mit Rosen geschmückten Torbögen Fragen über ihre Beziehung beantworten. Wer es sich dabei nicht anders überlegt, wird mit einer kleinen Zeremonie verbunden. (elj)

Es sei rührend, den Pärchen dabei zuzuschauen. Stadtfest-Flirter seien bisher nur wenige vorbeigekommen: «Sie trauen sich vielleicht weniger. Es sind meistens Pärchen, die schon länger zusammen sind. Am Montag kamen zwei völlig unabhängig voneinander, um ihren Hochzeitstag mit einer symbolischen Verbindung zu feiern», ergänzt Zora Schiess.
100 Mal rauf und runter
Einen romantischeren Ort für eine symbolische Verbindung oder eine Heirat gibts am Stadtfest wohl kaum. Verwunschen wirkt sie, die Schlossruine: Die fünf geschmückten Torbögen und die kleine Nische mit dem roten Teppich und den weissen Möbeln erinnern an Schneewittchen.

«Es hat sich gelohnt, dass wir mit unserem Einrichtungsmaterial über 100 Mal die Treppen zum Schloss rauf und runter sind», sagen die Schiess-Schwestern und lachen. Trotz des bisherigen Erfolgs und der vielen Romantik: An der Badenfahrt in fünf Jahren wollen sich die Schwestern etwas Neues einfallen lassen.

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