Ehrendingen
Dieses Festival tanzt aus der Reihe

Das alternative Festival des Arcs in Ehrendingen überrascht mit Andersartigem.

Ricarda Meyer
Merken
Drucken
Teilen
Das Festival des Arcs verwandelt vom 22. bis 23. Juni die Gipsgrube in ein idyllisches Festgelände, wie es auch im Jahr 2016 der Fall war.

Das Festival des Arcs verwandelt vom 22. bis 23. Juni die Gipsgrube in ein idyllisches Festgelände, wie es auch im Jahr 2016 der Fall war.

Daniel Vizentini

Wenn die Gipsgrube in eine farbenfrohe Spielwiese verwandelt wird, Kinder auf dem Festgelände herumtoben, Musik, die sonst nur im Bandraum zu hören ist, ein Publikum zum Tanzen bringt, hat das Festival des Arcs begonnen.

Zum 19. Mal findet das alternative Festival vom 22. bis 23. Juni in der Gipsgrube in Eherndingen statt. Angefangen hat das Festival mit nur neun Organisatoren, die im Jahr 2000 ein Open-Air-Konzert auf die Beine stellten. Jedes Jahr ist der Event gewachsen, sodass heute ein 28-köpfiges OK-Team das Wochenende organisiert. «Jeder hat zwar einen Bereich, für den er hauptsächlich zuständig ist. Doch es können alle überall mitreden», sagt Martin Bürgin, Kommunikationsbeauftragter des Festivals.

Das Booking-Team widmet sich der Förderung regionaler Musikschaffender, setzt aber auch auf überregionale und internationale Bands. So entsteht ein breites Angebot mit unterschiedlichsten Musikstilen, wobei auf populäre Headliner wenig Wert gelegt wird: Von Indie-Dub über Afro-Beat zu Gipsy- Punk-Ska und Goa ist für jeden etwas dabei.

Immer weiter ausgebaut wird der non-musikalische Programmteil. Figurentheater, Schreibwerkstätten, Tanz und Akrobatik gelten neben der ersten Säule Musik als zweite Säule des Festivals. Die non-musikalischen Acts treten zu unbekannter Zeit auf dem Gelände auf und überraschen die Besucher. «Die Acts wollen und lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Sie reizen und überraschen das Publikum mit Unerwartetem, Unbekanntem und Andersartigem», sagt Bürgin.

Idyllisches Festgelände

Die letzte der insgesamt drei Säulen, welche die Bögen des Festivals tragen, widmet sich den Kindern. Seit zehn Jahren findet am Samstag ein Familiennachmittag mit speziellen Bands und einer Bar für die Kleinen statt. An 15 Posten kann der Nachwuchs gestalterisch tätig sein, Geschichten hören und Bogenschiessen. Immer mehr junge Familien bleiben über Nacht und zelten auf dem Festgelände. «Letztes Jahr wurden wir von der grossen Nachfrage überrannt. Nun haben wir mehr Zeltmöglichkeiten organisiert», sagt Bürgin.

Auch das Festivalgelände ist besonders: Die Dekoration ist Kunst für Erwachsene und Spielwiese für Kinder zugleich. Bei gemütlichem Beisammensein und Jamsessions an Lagerfeuern können sich Besucher kreativ entfalten und für die Dauer eines Wochenendes den Alltag hinter sich lassen.

www.festivaldesarcs.ch