Auf seiner Remise in Rütihof und damit auf Badens Stadtgebiet hätte der Müsler Landwirt Martin Schöni gerne selber eine Photovoltaikanlage installiert. Doch das Budget sei zu knapp gewesen, erklärt Schöni. Die Anlage kostet immerhin rund 200 000 Franken. Für die AEW Energie AG bildete das Objekt eine gute Gelegenheit, um das Energieportefeuille der erneuerbaren Energien aufzustocken.

97 Kilowatt als Spitze

Mit den 360 Solarmodulen auf dem Dach mit einer Neigung von 12 Grad – sowohl auf der Süd- wie der Nordseite installiert – lässt sich eine Spitzenleistung von 97 Kilowatt erzielen. «Mit dieser Anlage erwarten wir eine Jahresproduktion von 80 000 Kilowattstunden, was dem jährlichen Stromverbreich von rund 18 Haushalten mit je vier Personen entspricht», erklärt Herbert Rey von der AEW Energie AG.

Die Anlage ist beim Förderprogramm des Bundes für KEV (erneuerbare Energie mit kostendeckender Einspeisevergütung) angemeldet. Die Anlage wird im Contracting von der Abteilung Neue Energien der AEW Energie AG betrieben, das heisst, dass die Anlage für 25 Jahre quasi auf der Basis eines Baurechts beziehungsweise einer Dienstbarkeit im Eigentum der AEW Energie AG ist und von dieser auch betrieben wird. Wenn diese Frist abläuft, fällt die Anlage an den Eigentümer zurück, sofern kein neuer Vertrag ausgehandelt wird. Für Martin Schöni stimmen die Bedingungen wie auch für die Betreiberin. Auf beiden Seiten wird auch von einem ökologischen Mehrwert gesprochen.

Die AEW Energie AG wolle die Nutzung der Sonnenkraft weiter ausbauen, sagt Rey. Sie betreibt inzwischen Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung von gesamthaft 500 Kilowatt und einer jährlichen Stromproduktion von 450 000 Kilowattstunden.