Während die Raiffeisenbank Schweiz auf nationaler Ebene mit den Turbulenzen rund um ihren ehemaligen Chef Pierin Vincenz beschäftigt ist, fand vergangene Woche im «Tägi» Wettingen die Generalversammlung der Raiffeisenbank Würenlos statt.

Verwaltungsratspräsident Roger Meier begrüsste 1061 Mitglieder. In einer Medienmitteilung schreibt die Bank: «Das Kundenvertrauen widerspiegelt sich in der Zunahme der Kundeneinlagen mit einem Plus von 17,3 Millionen Franken und dem Wachstum im Depotgeschäft mit einem Plus von 12,6 Millionen Franken.»

Auch die Ausleihungen seien um 4 Millionen Franken gestiegen. Insgesamt erwirtschaftete die Raiffeisenbank Würenlos im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,3 Millionen Franken.

Die sinkende Zinsmarge aufgrund des Negativzinsumfeldes habe zu einem tieferen Zinsergebnis von 8,8 Millionen Franken geführt, was einem Rückgang um 5,8 Prozent entspricht. «Trotzdem konnte der Geschäftserfolg leicht gesteigert werden.»

Nach dem Hinweis auf neue digitale Dienstleistungen wie Twint und den Raiffeisen Finanzassistenten kam Roger Meier zum Wirtschaftsausblick: «Die Schweizer Wirtschaft darf im 2018 mit einem BIP-Wachstum von 2,1 Prozent rechnen. Die Arbeitslosigkeit dürfte zurückgehen und die Schweizer Wirtschaft sich generell weiter erholen», prognostizierte der Verwaltungsratspräsident.

Die Raiffeisengenossenschaft hat im letzten Jahr wiederum eine Grillplatzerneuerung in ihrem Geschäftskreis unterstützt – und im Februar den Umbau der Geschäftsstelle Neuenhof abgeschlossen.

Wie der Vorsitzende der Bankleitung, Patrick Binkert, ausführte, rechnet man im laufenden Jahr mit einem leicht tieferen Ergebnis. Die sinkende Zinsmarge kann nur teilweise mit Erträgen aus dem Wertschriftensparen aufgefangen werden. Trotzdem können die Eigenmittel weiter gestärkt und Investitionen vorgenommen werden.

Die Raiffeisenmitglieder haben dieses Jahr die Möglichkeit, 50 Schweizer Unternehmen, vier davon im Kanton Aargau, zu besuchen. In humorvoller Weise zeigte Patrick Binkert auf, dass die Raiffeisenbank Würenlos ihre Kundinnen und Kunden digital und nachhaltig «rund ums Stöckli» begleiten könne. (az)