Baden

Donna und Doria wie Max und Moritz mit heiteren Streichen

«Kapelle Sorelle» feierte im Theater im Kornhaus Premiere mit ihrem neusten Stück «Die bösen Schwestern». Verschrobener Humor war mit dabei, nur das Akkordeon fehlte.

Seit über 20 Jahren stehen Ursina Gregori und Charlotte Wittmer als «Kapelle Sorelle» zusammen auf der Bühne. Am Samstag hatten sie Premiere im Theater im Kornhaus (ThiK) mit ihrem neuesten Stück. «Die bösen Schwestern» lautet der Titel, und die Geschichte lehnt sich ganz an diejenige von «Max und Moritz» von Wilhelm Busch an.

So kannten denn auch die bösen Schwestern Donna und Doria, die nicht mehr die Jüngsten sind, keine Gnade mit ihren Nachbarn. Viele ihrer Streiche erinnerten sehr an die beiden Lausbuben von Wilhelm Busch. Wer «Max und Moritz» gelesen hatte, konnte so in den eigenen Kindheitserinnerungen schwelgen. Ausserdem waren gewisse Textpassagen eins zu eins aus diesem Buch übernommen worden.

Mit nur wenigen Utensilien liessen Ursina Gregori und Charlotte Wittmer als Donna und Doria die Hühner an Gift und den Nachbarshund im Lift sterben und mussten sich die ganzen Reklamationen über ihre Streiche von Herrn Zinkernagel anhören. Immer wieder schlüpfte das Duo auch in andere Rollen und liess die Zuschauer so die Streiche der bösen Schwestern in allen Fazetten erleben.

Verschrobener Humor

Der verschrobene Humor, für den das Duo «Kapelle Sorelle» so bekannt sind, war auch in diesem Stück unverkennbar. Dennoch fehlte ihr zweites Markenzeichen: das Akkordeon. «Wir wollten einfach einmal etwas Anderes machen und liessen unser Akkordeon weg», sagte Gregori. «Wir haben dieses Mal auch mehr gesprochenen Text im Stück als Gesang, was auch schön war.»

«Kapelle Sorelle» ist jedoch nicht nur zu zweit unterwegs. Im Jahr 2014 waren sie als clowneskes Duo mit dem Circus Monti auf Tournee. Für beide war das eine tolle, jedoch anstrengende Erfahrung. «Man tourt während acht Monaten durch die ganze Deutschschweiz und hat sehr viele Aufführungen. Das ist schon sehr streng», sagte Wittmer.

Seit 1990 sind die beiden als «Kapelle Sorelle» auf den Theaterbühnen in der Schweiz, Deutschland und Österreich zu sehen. Kennen gelernt haben sich Gregori und Wittmer an der «Scuola Teatro Dimitri» im Tessin. Trotz der langen Zeit zu zweit: An eine Auflösung des Duos haben die beiden bis jetzt noch nie gedacht. «Neben den gemeinsamen Produktionen als ‹Kapelle Sorelle› hat jede von uns noch andere Aufführungen. Weil man nicht ständig zusammen ist, geht es ganz gut.» Man darf also gespannt sein, was das Duo weiter auf die Bühne bringen wird. Das Premieren-Publikum war jedenfalls begeistert und es wurde viel gelacht. Das Stück dürfte ein weiterer Erfolg sein.

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