Killwangen
Doppelkindergarten für 1,744 Millionen Franken bewilligt

Die Gemeindeversammlung in Killwangen am Freitag Abend alle Anträge des Gemeinderates bewilligt. Darunter eine Drehleiter für die Feuerwehr Spreitenbach Killwangen. Dem Zusammenschluss des Bevölkerungs- und Zivilschutzes wurde zugestimmt.

Dieter Minder
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Bis die Schulhauserweiterung (links) fertig ist, wird der Kindergarten auch als Schulhaus dienen. ZVG

Bis die Schulhauserweiterung (links) fertig ist, wird der Kindergarten auch als Schulhaus dienen. ZVG

Killwangen baut einen Doppelkindergarten für 1,744 Millionen Franken. Bis das Schulhaus gebaut ist, wird der Doppelkindergarten auch als Schulraum dienen. Wegen der anstehenden Umstellung auf 6 Jahre Primarschule, hat die Gemeinde ab 2014 zu wenig Schulzimmern. Der Preis von 1,744 Millionen Franken beruht auf der GU-Offerte. «Wir hatten 14 Unternehmen angefragt, letztlich haben wir eine Offerte erhalten», sagte Gemeinderat Jürg Lienberger.

«Dies ist ein deutliches Zeichen für die Baukonjunktur.» Auf eine Frage aus der Versammlung versicherte Lienberger, dass gift- und chemiefreie Bauelemente verwendet werden. Ein Versammlungsteilnehmer forderte, den Kredit abzulehnen. Er wollte weitere Abklärungen treffen. Darauf antwortete Lieberger: «Wir haben schon 300 000 Franken in den Sand gesetzt und sollen nicht noch mehr Planungsgeld in den Sand setzen.» Danach hat die Versammlung dem Kredit mit 111 zu 3 Stimmen zugestimmt.

Kurzprotokoll

Stimmberechtigte 1096
Anwesend 120

Beschlüsse:
Rechenschaftsbericht: Angenommen;

Rechnung: Angenommen;
Gemeinderatsbesoldung, gleich bleibend: Angenommen;

Einbürgerungen: Luigi Campigotto; Antonio und Marria Tacito; Karish Thananchyan; Gnanasegar Vadivel mit Avinahs, Akilash;
Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen, Kauf Autodrehleiter, 900 000 Franken (Nettokosten 32 000 Franken): Angenommen.

Zivilschutz/Bevölkerungsschutz, Zusammenschluss: Angenommen;

Doppelkindergarten, Baukredit 1,744 Millionen Franken: 111 Ja, 3 Nein.

Alle Beschlüsse, ausgenommen die Einbürgerungen, unterliegen dem fakultativen Referendum (DM)

Unter Verschiedenem ergriff Peter Koch das Wort zur laufenden Zonenplanrevision. Er stellte den Antrag die geplante Abstimmung darüber zurück zu stellen, bis ein neues Reglement über die Mehrwertabschöpfung beschlossen sei. In der Abstimmung wurde sein Antrag aber mit 2 Ja gegen 102 Nein abgelehnt. Koch hatte das Referendum gegen das Reglement, das der Gemeinde rund 2 Millionen Franken aus Planungsmehrwerten gebracht hätte, ergriffen. Das Reglement wurde an der Urne abgelehnt. «Ich will nicht schuld sein, dass die Gemeinde auf diese 2 Millionen Franken verzichten muss», begründet er seinen Antrag.

Sowohl Gemeindeammann Alois Greber wie Gemeinderat Jürg Lienberger versuchten ihm klar zu machen, dass dies aus rechtlichen Gründen nicht mehr möglich sei. Bereits am 25. September wird eine ausserordentliche Gemeindeversammlung über den neuen Zonenplan entscheiden. Eine Mehrwertabschöpfung wird es im Aargau künftig geben, doch dann wird der grösste Teil des Geldes in die Kantonskasse und nicht in die Gemeindekasse fliessen.