Trinkwasser

Drei Gemeinden planen neues Pumpwerk im Tägerhardwald

Die Pressekonferenz fand im Tägerhardwald statt – exakt dort, wo das Grundwasserpumpwerk errichtet werden soll.

Die Pressekonferenz fand im Tägerhardwald statt – exakt dort, wo das Grundwasserpumpwerk errichtet werden soll.

Wettingen, Würenlos und Neuenhof wollen ein Grundwasserpumpwerk bauen – jetzt stehen die Kosten fest. Diesen Sommer wird über die Kredite abgestimmt. Vor allem Würenlos kommt mit seinen bestehenden Pumpen langsam an die Grenzen.

Mit dem geplanten Grundwasserpumpwerk Tägerhardwald möchten Wettingen, Würenlos und Neuenhof die Trinkwasserversorgung der kommenden Generationen sicherstellen. Jetzt steht fest, wie viel das Projekt die einzelnen Gemeinden voraussichtlich kosten wird: Wettingen soll 5,23 Millionen Franken übernehmen, Neuenhof 4,19 Millionen Franken und Würenlos 3,43 Millionen Franken, wie an einer Pressekonferenz mitgeteilt wurde.

Total kostet das Projekt 12,8 Millionen Franken. Einige der Kosten werden gedrittelt – zum Beispiel die des Gebäudes; andere der Kosten können spezifisch zugeordnet werden, zum Beispiel die der Leitungen in die einzelnen Gemeinden.

Über Kredite wird abgestimmt

Diesen Sommer wird über die Kredite abgestimmt: Am 5. Juni 2012 an der Gmeind in Würenlos, am 25. Juni 2012 an der Gmeind in Neuenhof sowie anlässlich einer Urnenabstimmung am 17. Juni 2012 in Wettingen. Das Projekt sei «unbedingt anzustreben», heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der drei Gemeinden. Ziel der Gemeinde ist es, das Projekt bis Ende 2014 fertigzustellen.

«In Würenlos kommen wir mit unseren beiden Grundwasserpumpwerken langsam an die Grenzen», sagte Gemeinderat Johannes Gabi. «Durch die anhaltende Trockenperiode in den letzten zwei Jahren sind wir zusätzlich in eine Notlage geraten, sodass wir seit letztem November 30 Prozent des Trinkwasserbedarfes aus Wettingen zuführen müssen.»

Die Gemeinderäte Daniel Schibli (Neuenhof) und Johannes Gabi (Würenlos) sprechen über das geplante Grundwasserpumpwerk im Tägerhardwald

Die Gemeinderäte Daniel Schibli (Neuenhof) und Johannes Gabi (Würenlos) sprechen über das geplante Grundwasserpumpwerk im Tägerhardwald

Es ist nun vorgesehen, im Tägerhardwald für alle drei Gemeinden in einem Abstand von 4,5 Metern je eine rund 70 Meter tiefe Bohrung auszuführen. In diese Bohrungen werden anschliessend Filterrohre verlegt und je zwei Pumpen installiert. So verfügt jede Gemeinde über eine separate Bohrung mit eigenen Pumpen. Damit können Betrieb und Unterhalt klar getrennt werden; gleichzeitig ist der gegenseitige Wasseraustausch jederzeit möglich.

Das regionale Projekt mache auch aus finanzieller Sicht Sinn, sagte Neuenhofs Gemeinderat Daniel Schibli. «Würde am gleichen Standort jede Gemeinde ein eigenes Grundwasserpumpwerk bauen, wären die Kosten um einiges höher.»

Am 2. Juni 2012 werden in allen drei Gemeinden Infoveranstaltungen zum Grundwasserpumpwerk stattfinden.

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