Bezirksschule Baden

Drei Jugendliche erkrankt – warum hier eine Klasse in Quarantäne muss, nicht aber an der Kanti Wettingen

Ein Foto aus Zeiten vor Corona: An der Bezirksschule Baden wird eine Klasse im Fernunterricht geschult.

Ein Foto aus Zeiten vor Corona: An der Bezirksschule Baden wird eine Klasse im Fernunterricht geschult.

An der Kantonsschule Wettingen wurden letzte Woche neun Schülerinnen und Schüler positiv auf Corona getestet. Nun verzeichnen weitere Schulen im Bezirk Baden Covid-19-Fälle.

An der Primarschule in Ehrendingen ist ein Schüler betroffen, wie Schulleiter Samuel Schölly bestätigt. Und an der Bezirksschule Baden sind drei Schülerinnen und Schüler positiv getestet worden, die in dieselbe Klasse gehen. Als Sofortmassnahme bis zu den weiteren Entscheidungen durch den kantonsärztlichen Dienst hat das Departement Bildung, Kultur und Sport die Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klasse in Baden in den Fernunterricht geschickt.

Noch am Montagabend hat der kantonsärztliche Dienst über die weiteren Massnahmen entschieden, der Beschluss lag bis Redaktionsschluss aber nicht vor. «Aller Voraussicht nach wird die Klasse der Bezirksschule Baden aber in Quarantäne gesetzt», sagte BKS-Sprecherin Simone Strub Larcher am Nachmittag.

Auffällig: Je nach Schulstufe und Anzahl Coronafälle werden unterschiedliche Massnahmen ergriffen. An der Kantonsschule Wettingen werden Covid-19-Betroffene isoliert, deren Klasse im Fernunterricht geschult; an der Bezirksschule Baden ist Quarantäne für die ganze Klasse eine Option, während in Ehrendingen der positiv getestete Schüler isoliert wird, seine Mitschülerinnen und Mitschüler aber weiter am Präsenzunterricht teilnehmen.

Wegen Maskenpflicht keine Quarantäne

Warum diese Unterschiede? Simone Strub erklärt: «An der Kantonsschule gilt für die Klassen im Unterricht Maskenpflicht, weshalb nicht die ganzen Klassen in Quarantäne mussten, sondern die Kontaktpersonen einzeln bestimmt wurden.» Den Entscheid, Fernunterricht durchzuführen, habe in Wettingen die Schulleitung als Sofortmassnahme auch aus organisatorischen Gründen gefällt, bis die Kontaktpersonen bestimmt wurden.

In der Volksschule hingegen gelten Mitschülerinnen und Mitschüler grundsätzlich nicht als enge Kontaktpersonen, erklärt Strub Larcher, weshalb der Fall in Ehrendingen, wo es bei einem einzigen erkrankten Schulkind blieb, keine Auswirkungen auf den Unterricht der Klasse hat.

Auch an Bezirksschulen, wo keine Maskenpflicht gilt, gelten Klassenkameraden nicht als enge Kontaktpersonen. «Doch weil in Baden gleich drei Jugendliche aus derselben Klasse positiv getestet worden sind, gilt seit Montag Fernunterricht.»

29 Schüler seit Schulbeginn positiv getestet

Diskussionen gab es in Ehrendingen: Die Eltern sämtlicher Kinder der Primarschule wurden zwar darüber informiert, dass ein Kind an Covid-19 erkrankt ist. In welcher Klasse der Schüler unterrichtet wird, erfuhren sie aber nicht – nur, in welchem Schulhaus.

Schulleiter Samuel Schölly: «Wir haben die Schulaufsicht informiert, welche mit dem kantonsärztlichen Dienst Abklärungen getroffen hat. Die Information an die Eltern erfolgte gemäss eines Textentwurfs des Bildungsdepartements.» Fernunterricht gilt im Gegensatz zu Ehrendingen für eine Primarschulklasse in Unterentfelden, in der drei Schülerinnen und Schüler positiv auf Covid-19 getestet worden sind, wie das Bildungsdepartement am Montag bekanntgab.

Seit dem Schulstart am 10. August sind im Kanton Aargau 29 Schülerinnen und Schüler positiv getestet worden. 15 gehen in die Volksschule, 14 an eine Mittelschule, wie das BKS auf Anfrage schreibt. «In einigen dieser Fälle haben sich die Schülerinnen und Schüler noch in der Ferienzeit angesteckt und waren am ersten Schultag gar nicht an der Schule, weil der Test noch vorher erfolgte.»

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