«Das ist ein Generationenprojekt, da ist man schon so viele Jahre dran.» Der Stolz auf die neue Ortsdurchfahrt in Freienwil ist dem Gemeindeschreiber Felix Vögele anzuhören. Die Bedeutung für die Bevölkerung ist gross, entsteht doch durch die Neugestaltung des Dorfplatzes ein neuer Treffpunkt.

Im nächsten Frühling sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. «Die Fertigstellung wird gebührend gefeiert», erklärt Vögele, der schon mitten in den Planungen für das dreitägige Dorffest steckt.

Vom 3. bis 5. Juni 2016 wird die Gemeinde unter dem Motto «Freienwil lebt und bewegt» das neue Ortszentrum einweihen. Das Projekt steckt noch in der Anfangsphase, ein Grobprogramm steht jedoch bereits. Den Auftakt macht ein Tanzabend am Freitag, gefolgt von einem Gauklermarkt und regionaler Musik am Samstag.

Für den grossen Abschluss steht am letzten Tag ein Umzug durch das ganze Dorf an. Einen Anlass dieser Grössenordnung gibt es in Freienwil nicht allzu häufig, das letzte grosse Fest datiert vom Jahr 2007.

Schneller, aber auch teurer

Noch ist es allerdings nicht so weit, die Baustellen prägen nach wie vor das Ortsbild. Die Marschrichtung stimme aber, erklärt Gemeindeammann Robert Müller. «Wir sind dem Zeitplan zurzeit gar vier Wochen voraus.

Ich rechne mit einem Ende der Bauarbeiten bereits im April statt wie geplant erst im Juni 2016.» Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind überwiegend positiv. Einzig ein provisorischer Fussgängerübergang stiess im Frühling aufgrund von Sicherheitsbedenken auf Kritik. Die Nachbesserungen wurden jedoch rasch angebracht. Insbesondere über die Öffnung des Maasbachs, der nun wieder an der Oberfläche fliesst, freuen sich die Freienwiler.

Nicht ganz im Plan liegen die Kosten für das Projekt. Für flankierende Massnahmen musste an der letzten Gemeindeversammlung ein Nachtragskredit über 397 000 Franken gesprochen werden.

Hinzu kommt ein Zusatzkredit von 630 000 Franken für vorgezogene Werkleitungsanschlüsse. Die Kosten steigen damit auf über drei Millionen Franken an. Spätestens beim Dorffest im nächsten Sommer dürften die Mühen der seit Herbst 2013 andauernden Baustelle jedoch vergessen sein.