Fislisbach
Dreiste Lüge: Hundewelpen wurden gar nie ausgesetzt

Die Geschichte um die in Fislisbach ausgesetzten Hunde hat eine unerwartete Wendung genommen: Die Kantonspolizei Aargau fand heraus, dass die Tiere gar nie im Wald gewesen sind.

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Demnach hat die Frau, welche die Tiere angeblich an einen Baum gebunden aufgefunden hat, die Geschichte nur erfunden. "Die Frau hatte ursprünglich vier Welpen und konnte zwei nicht vermitteln", sagt Polizeisprecher Bernhard Graser gegenüber Tele M1. Mit diesen überfordert, habe sie "dreist gelogen", um zwei der Hunde abgeben zu können. Beim Tierheim Untersiggenthal gab sie damals an, die rund zehn Monate alten Welpen hätten stundenlang in der Kälte ausharren müssen.

Astrid Becker, Präsidentin des Aargauischen Tierschutzvereins, ist empört: "Es ist nicht fair – weder den Tieren noch uns gegenüber." Becker appelliert an die Vernunft der Tierhalter: "Man sollte erst einmal eine Budgetplanung machen. Ein Tier kostet Geld."

Juristische Konsequenzen hat diese "dreiste Lüge" für die Frau nicht, sie sei strafrechtlich nicht relevant, erklärt Graser. Becker ist enttäuscht: "Meiner Meinung nach ein schlechtes Signal. Eine kleine Strafe hätte sie verdient." (fh/sam)

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