«Mir hat am Donnerstag einfach etwas gefehlt», sagt ein Badener Geschäftsmann und spricht damit allen Fans der Konzertreihe «Afterwork» aus dem Herzen, die während der Sommerpause «auf Entzug» waren. 

Was vor zwei Jahren ganz bescheiden mit vier Probe-Gigs anfing, ist mittlerweile ein Fixpunkt auf der hiesigen Agenda geworden: Jeden Donnerstag, von 18 bis 21 Uhr, stehen hochkarätige Musiker auf der Bühne des Clubs Joy und sorgen für einzigartige Konzerterlebnisse im intimen Rahmen.

«Ich lasse den Künstlern, die ich engagiere, freie Hand», sagt Organisator Nic Niedermann, «dadurch entsteht viel Platz für Neues und Spontanes.» Als Gitarrist von «Tonic Strings» und «Rotosphere» kennt er die Szene und schafft es immer wieder, Kreative zusammenzubringen, die noch nie gemeinsam auf der Bühne standen.

Wie die «Seasonopener» Lilly Martin und Walter Baumgartner; beide für sich grosse Acts, die schon mit ihren eigenen Formationen am Bluesfestival und im Kurtheater Baden gastierten.

Plattform für regionale Musik

Mit seinen Feierabend-Konzerten stiess Niedermann 2013 in eine Nische, die bisher nicht besetzt war. Und fand im frischgegründeten Club Joy (Grand Casino Baden) einen Partner, der sich auf dem kulturellen Parkett erst noch etablieren musste.

Der ehemalige Verwaltungsratspräsident Peter Blöchlinger habe ihn sehr unterstützt, betont Niedermann und zeigt sich glücklich: «Wir sind in der Lage, den Auftretenden eine anständige Gage zu bezahlen, was heutzutage alles andere als selbstverständlich ist.»

Mittlerweile hat er sich ein Stammpublikum erworben und möchte, dass sich das Joy noch mehr im Quartier verankert. Engagiert werden vor allem Bands, die in irgendeiner Form Bezug zur Region haben.

So ist am 10. September der Badener Gitarrist und Sänger Peter Finc zusammen mit der deutschen Saxofonistin Nicole Johänngten zu Gast. Beide sind mit ihrem Mix aus Funk, Jazz und Blues mittlerweile national und international gefragt.

Ein Hauch von Bob Marley

Aber auch Newcomer haben Platz. «Im Joy kann man fantastische Leute mit spannenden Projekten kennenlernen», sagt Niedermann. Obwohl die Musik im Zentrum steht, gibt es immer wieder Pausen zwischen den einzelnen Sets.

«Die Besucherinnen und Besucher sollen sich auch unterhalten können, wie es sich für einen geselligen Treffpunkt gehört», so der Konzertorganisator. Mit Ausnahme vom 17. September geht es bis Ende Mai nahtlos weiter mit den wöchentlichen Feierabend-Happenings. Am 24. September lassen «Dixkson and Friends» den ursprünglichen Reggae à la Bob Marley frisch aufleben. Man darf gespannt sein.