Wettingen
Dröhnen Rock-Klassiker aus Lautsprechern, ist Regen nebensächlich

Für das Konzert der Rockband azTon haben sich die Besucherinnen und Besucher am Freitag in Wettingen sprichwörtlich warm anziehen müssen. Das Regenwetter konnte die gute Laune aber nicht trüben.

Miro Müller
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Voller Spielfreude: azTon mit (v. l.) Tom Sager, Marc Reinhard und Michael Sokoll.

Voller Spielfreude: azTon mit (v. l.) Tom Sager, Marc Reinhard und Michael Sokoll.

Miro Müller

Schon der ganze Freitagnachmittag war verregnet gewesen, gegen Abend schien sich der Himmel aufzuklären. Wer sich Hoffnung auf ein trockenes Konzert machte, wurde kurz vor dem Auftritt der Rockband azTon doch enttäuscht. Aus den zuerst wenigen Tropfen wurde ein regelrechter Platzregen, vor dem ein Grossteil der Besucher, unter ihnen auch Nationalrätin Yvonne Feri, unter die aufgestellten Pavillons flüchtete. Diese hielten glücklicherweise stand.

Nichtsdestotrotz konnte das Wetter die Laune des Publikums nicht trüben. Immer dann, wenn der Regen etwas abflaute, wagten sich die Zuhörer unter den Pavillons hervor, wenn auch nur bis zum nächsten Regenguss. Von dem Moment an, als schliesslich die Band die Bühne betrat und zeitgleich ein farbenprächtiger Regenbogen am Himmel erschien, spielte der Regen sowieso keine Rolle mehr.

Kräftige Gitarren, rauer Gesang

Die Rockband azTon hat sich hauptsächlich auf Cover-Versionen von Rock-Evergreens spezialisiert. Mit kräftigen Gitarrenriffs, rauem Gesang und dem zwar für Rockbands atypischen, aber sehr gut passenden und schon fast jazzartigen Saxofon brachten die Musiker das Publikum immer wieder zum Mitklatschen, Mittanzen und Mitsingen. Besonders Leadsänger Marc Reinhard erwies sich als wahrer Entertainer, der den Zuhörern mit viel Freude ordentlich einheizte. Die Lieder, wie zum Beispiel «I can’t get no satisfaction» von den Rolling Stones, kannte praktisch jeder, und so war die Stimmung gewaltig.

Während eineinhalb Stunden, in denen die Besucher jede Minute mitfieberten, zelebrierten azTon ausgelassen die Klassiker des Rocks. «Ich muss zugeben, dass ich fast etwas nostalgisch geworden bin – die Band hat den Nagel heute Abend ziemlich auf den Kopf getroffen», meinte nach Konzertende eine begeisterte Besucherin.

Für Zuhörer kostenlos

Das Konzept der Roadrunner-Konzerte, die von der Aargauer Kantonalbank gesponsert werden, ist dabei ein simples: Ein Lastwagen mit einer mobilen Bühne tourt während 40 Tagen durch die Schweiz. Bei jedem Zwischenstopp wird eine bekannte Schweizer Band eingeladen. Die Konzerte sind für die Besucher kostenlos, nur die Verpflegung mit Bratwürsten und Getränken kostet.