Im mutmasslichen Cyber-Mobbing-Fall von Spreitenbach  hat die Jugendanwaltschaft eine heute 17-jährige Jugendliche aus Dietikon wegen versuchter Drohung und Beschimpfung verurteilt. «Die betroffene Person wurde mit einer persönlichen Leistung sanktioniert», sagt Sarah Reimann, Sprecherin der Zürcher Oberjugendanwaltschaft, der «NZZ am Sonntag». Den entsprechenden Strafbefehl hat die zuständige Jugendanwaltschaft Limmattal/Albis in den letzten Wochen erlassen. Worin die persönliche Leistung besteht, zu der die Dietikerin verurteilt wurde, sagte die Sprecherin nicht.

Der Jugendlichen war vorgeworfen worden, im Internet die 13-jährige Sabrina (Namen geändert) aus Spreitenbach gemobbt zu haben. Diese hatte sich im August letzten Jahres das Leben genommen. Die Sprecherin der Oberjugendanwaltschaft sagt dazu gegenüber der Zeitung aber: «Gemäss den Erkenntnissen der Jugendanwaltschaft kann der tragische Suizid nicht auf das Handeln der sanktionierten Person zurückgeführt werden.»

Vom Smartphone in den Tod getrieben

Vom Smartphone in den Tod getrieben (9. Oktober 2017)

Eine 14-jährige Schülerin aus Spreitenbach nahm sich wegen Cybermobbing das Leben. Das Smartphone als Waffe ist ein Phänomen, das immer mehr auftritt.