«Für mich ist das LWB wie eine grosse Familie», sagt Nicolas Manouk – zusammen mit Tobias Klasen bildet er die neue Geschäftsführung des Badener Klubs Löschwasserbeckens (LWB).

Die beiden Studenten arbeiten schon seit mehreren Jahren im Club, Klasen war zudem stellvertretender Geschäftsführer des inzwischen geschlossenen Lokals «Promi». Mit ihm wechselte auch das «Nachtbrise»-Label vom Lokal an der Limmat in die Innenstadt.

Jung und erfahren

Die beiden sind Gesichter, die man in der Badener Partyszene bestens kennt: «Wir haben viele Labels kommen und gehen sehen, daher wissen wir, was ankommt und in Baden möglich ist», sagt Manouk.

Nun haben sie mit «Sundance» ein neues Label lanciert und sind bereits erfolgreich in die Sommersaison gestartet. Sich zu behaupten, ist jedoch nicht immer einfach. Durch das Aufkommen der Elektro-Szene orientieren sich viele der jungen Leute in Richtung Zürich.

Auf diesen Zug aufzuspringen und sich ausschliesslich auf diesen Sound zu fixieren, steht für Klasen und das LWB jedoch nicht zur Debatte.

In Baden sei jener Bereich mit der «Kiste» bereits abgedeckt: «Wir versuchen, uns nicht gegenseitig zu konkurrieren, sondern konstruktiv zusammenarbeiten, um gemeinsam für ein breites Nachtleben-Angebot in der Stadt zu sorgen.»

Ein neues Gesicht

«Die Nähe zum Team ist etwas vom wichtigsten für uns», sagt Manouk, «wenn hinter der Bar ein gutes Klima herrscht, haben auch die Gäste eine gute Stimmung.»

Deshalb komme es oft vor, dass auch jemand von ihnen beiden hinter dem Tresen stehe: «Wir helfen an der Bar, beim Aufstellen und Aufräumen», sagt Klasen, «so bleiben wir nahe beim Team.»

Auch der persönliche Kontakt zu den Gästen ist den beiden Geschäftsführern sehr wichtig: «Wir freuen uns über Inputs, damit wir das Programm verbessern können», so Manouk.

Gerade in Zeiten, wo man auf Facebook mit Werbung überflutet wird, werde das Persönliche immer wichtiger: «Wir versuchen dem Club ein neues Gesicht zu verleihen», sagt Klasen, denn Mundpropaganda sei noch immer am wirkungsvollsten.