Untersiggenthal
Ehemalige Gokart-Halle: Noch kein Baugesuch für Triple Arena wegen fehlenden Finanzen?

Der Kanton, die Axpo und verschiedene Handballklubs stehen weiterhin hinter dem Projekt «Triple Arena» in Untersiggenthal. Trotz Ankündigung ist für den Umbau der ehemaligen Gokart-Halle GoEasy noch kein Baugesuch eingegangen.

Roman Huber
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Blick ins «Innenleben» der geplanten Triple-Arena.

Blick ins «Innenleben» der geplanten Triple-Arena.

Methabau

Die Handballklubs in der Region sind sich einig: Der Umbau der ehemaligen Gokart-Halle GoEasy in Siggenthal Station in eine neue Spielsporthalle kommt bei den grassierenden Hallenproblemen in der Region wie gerufen. Im vergangenen Juni stellte Mitinitiant und Projektleiter Christian Villiger das ehrgeizige Projekt vor und kündigte für den Sommer die Baueingabe ein.

Dies, nachdem die geplante Sportarena in Rekordzeit von der Idee zur Projektreife gebracht wurde. Doch jetzt kommt der Herbst, und noch ist kein Baugesuch eingetroffen. Pius Murmann, Leiter Abteilung Bau und Planung in Untersiggenthal, bestätigt.

Axpo nach wie vor interessiert

Projektleiter Villiger spricht von letzten Hindernissen, die bereinigt werden müssten und vertröstet für weitere Informationen auf die kommenden Wochen. Unschwer ist daraus abzuleiten, dass die Verzögerung mit der Finanzierung des elf Millionen Franken teuren Vorhabens zu tun haben dürfte.

Bei Sporthallen-Projekten in der Region ist immer wieder der Name Axpo im Spiel. Dass bei der Axpo der Franken jedoch nicht mehr so schnell fliesst wie der Strom, ist auf die finanzielle Situation des Energiekonzerns zurückzuführen.

Die Axpo sei aber nach wie vor an einem Sponsoring interessiert, meldet sie nun auf Anfrage. «Wir sind über die laufenden Vorarbeiten im Bild und finden das Projekt weiterhin spannend», heisst es bei der Medienstelle. Über die Höhe des Betrages werden in Absprache mit den Initianten keine Zahlen bekannt gegeben.

Die finanzielle Situation wird beim Axpo-Sponsoring jedoch nicht ganz ausgeklammert: «Wir überprüfen momentan sämtliche Kostenblöcke, auch die Ausgaben für Sponsoring werden davon betroffen sein. Deshalb werden wir uns in diesem Projekt nur definitiv verpflichten, wenn die entsprechende Gegenleistung auch gewährleistet ist», so die Stellungnahme seitens der Axpo.

Einen wichtigen Pfeiler wird bei diesem Vorhaben die Bank darstellen. Es dürfte derzeit auch um die Sicherstellung der Finanzierung beziehungsweise um die ausstehende definitive Zusage gehen. Sobald diese eintrifft, wird das Baugesuch eingereicht.

Kanton vom Projekt überzeugt

Der Kanton stehe nach wie vor voll und ganz hinter dem GoEasy-Projekt, so Christian Koch, Leiter Abteilung Sport, der von einer einmaligen Chance spricht, mit vergleichsweise geringem Aufwand eine erstklassige Hallensportanlage zu schaffen. «Der Weg ist für eine privatwirtschaftliche Trägerschaft zwar steinig, das Projekt aber unterstützungswürdig.

Ich hoffe, dass es zustande kommt», so Koch. An seiner Generalversammlung hat auch der SC Siggenthal als weiterer Nationalliga-B-Klub neben Endingen in einem Grundsatzentscheid seine Interesse am Projekt bekundet. Präsident Paul Keller hofft, dass es realisiert werden kann.

Zurzeit läuft auch das Crowdfunding (Geldsammeln bei Kleininvestoren) bei Unternehmern und Gönnern aus dem Umfeld der Handballvereine im Siggenthal und Surbtal auf Hochtouren. Dieser Betrag wird zwar nicht den Löwenanteil der Finanzierung ausmachen.

Von den Gemeinden ist kaum finanzielle Unterstützung zu erwarten. In Untersiggenthal ist man zwar positiv gegenüber dem Vorhaben eingestellt, will aber von einer finanziellen Beteiligung seitens der Gemeinde absehen. «Wir müssen unsere eigenen Hallenbedürfnisse für den Schulbetrieb innerhalb des Dorfes sicherstellen», erklärt Gemeindeammann Marlène Koller.

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