Bezirk Bade

Ehrendingen und Stetten wuchsen im 2013 am stärksten im Bezirk Baden

Immer mehr Menschen drängt es in den Bezirk Baden, wenn sie eine Wohnung suchen. AZ-Archiv

Immer mehr Menschen drängt es in den Bezirk Baden, wenn sie eine Wohnung suchen. AZ-Archiv

Die Einwohnerzahl stieg letztes Jahr in 23 der 26 Gemeinden des Bezirks Baden an. Wettingen bleibt die Gemeinde mit den meisten Einwohnern.

Der Bezirk Baden ist im vergangenen Jahr um 1737 Personen auf 136 653 Einwohner gewachsen (siehe Grafiken). Das belegt die Bevölkerungsstatistik des Kantons Aargau.

Damit wohnen rund 20 Prozent der Aargauerinnen und Aargauer im bevölkerungsmässig grössten Bezirk des Kantons. Rund 50 000 Personen sind allein in den drei grossen Gemeinden Baden, Spreitenbach und Wettingen zu Hause.

Dabei bleibt Wettingen auch gesamtkantonal mit 20 265 Einwohnern die grösste Gemeinde, allerdings nur noch knapp vor Aarau mit 20 230 Einwohnern. Innerhalb des Bezirks leben die meisten Personen im Limmattal. Dies dürfte weiterhin der Fall sein. Einerseits sind grössere Wohnanlagen im Bau oder geplant, und anderseits rechnen die kantonalen Prognosen bis 2030 mit zusätzlich rund 20 000 Einwohnern. Auf dieses Wachstum richten die Gemeinden ihre Planung aus.

Im Bezirk am stärksten zugenommen, um 209 Personen, hat Ehrendingen. Die Gemeinde weist seit der Fusion von Ober- und Unterehrendingen im Jahr 2006 hohe Wachstumsraten auf. Ehrendingen ist auch die mit Abstand grösste Gemeinde des mehrheitlich im Bezirk Zurzach liegenden Surbtals. Der Nachbarort Freienwil hat ebenfalls zugelegt, bleibt aber die kleinste Gemeinde im Bezirk Baden und im Surbtal.

Im Limmattal sind Ober- und Untersiggenthal sowie Würenlos absolut gesehen die wachstumsstärksten Orte. In allen drei Gemeinden wurde in den letzten Jahren sehr viel gebaut. In Würenlos waren es, im Gegensatz zu früheren Jahren, vor allem Mehrfamilienhäuser, die bezugsbereit wurden. Dies bekommt auch die Einwohnerkontrolle zu spüren. «Würenlos hat im 2014 bereits die 6000er-Grenze geknackt», sagt Sabrina Mosimann, Leiterin der Einwohnerkontrolle zur Veränderung, seit die Daten für die kantonale Statistik erhoben wurden.

Das Reusstal profitiert nach wie vor von der 2004 eröffneten S-Bahn-Haltestelle «Mellingen Heitersberg». Damit wurde das Gebiet besser erschlossen und es setzte ein noch immer anhaltender Wachstumsschub ein. Die grösste Zunahme kann Stetten verbuchen. In der früher stagnierenden Gemeinde kann Wohnraum noch zu verhältnismässig günstigen Preisen erworben werden. An zweiter Stelle liegt Mellingen, das damit seine Position als Regionalzentrum stärkt. Die anhaltende Bautätigkeit zeigt, dass diese Entwicklung weiter geht. Auf der Verliererseite stehen im Jahr 2013 die drei Berggemeinden Bellikon, Remetschwil und Niederrohrdorf.

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