Ehrendingen
Ehrendingen: Weniger Wachstum, mehr Lebensqualität

An der Zukunftswerkstatt sind Ideen kreiert worden, die in die Nutzungsplanung einfliessen sollen. Relevant waren Themen wie die Erhaltung zweier Dorfkerne. Ob aber das Zentrum auch das Einkaufszentrum sein soll, darüber wurde man sich nicht einig.

Barbara Scherer
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Ehrendinger schmieden Pläne für die Zukunft der Gemeinde. (bsc)

Ehrendinger schmieden Pläne für die Zukunft der Gemeinde. (bsc)

Eine neue Mehrzweckhalle als kultureller und sportlicher Treffpunkt für Jung und Alt: Das wünschten sich am Samstag fünfzig Bürgerinnen und Bürger des Dorfes.

Sie alle fanden sich schon früh morgens in der jetzigen und nach Ansicht der meisten viel zu kleinen Mehrzweckhalle ein, um in einer Zukunftswerkstatt Pläne für das Dorf zu schmieden.

Im Zusammenhang mit der Gesamtrevision der Zonenplanung sollen die Vorschläge in die Nutzungsplanung einfliessen.

«Wir müssen natürlich schauen, was umsetzbar ist», sagte Claudia Schwarzmaier vom Büro Minikus Vogt und Partner.

Vorschläge wie ein Abfallevent oder Toitoi-WCs an grösseren Anlässen liegen noch aussen vor. Wichtig sind besonders die Ideen, welche die Nutzungsplanung betreffen.

Relevant waren Themen wie die Erhaltung zweier Dorfkerne. Ob aber das Zentrum gleichzeitig das Einkaufszentrum sein soll, darüber wurde man sich nicht einig.

Landkauf ist wichtig

Wichtig sei, dass die Gemeinde auch Land kaufe, um Projekte wie Altersheime oder Spielgruppen zu realisieren. Der Natur zuliebe solle Ehrendingen nicht in die Breite wachsen, sondern verdichtet werden, vielleicht sogar in die Höhe.

Die Mehrheit der Anwesenden wünschte sich für die Zukunft weniger Wachstum für das Dorf. «Natürlich müssen wir wachsen, um attraktiv zu bleiben, aber ich wünsche mir ein qualitatives vor einem quantitativen Wachstum», sagte ein Bürger.

Erwähnt wurde der Verlust von Kultur- und Landwirtschaftsland: Ehrendingen wuchs in den vergangenen Jahren durchschnittlich um rund 110 neue Personen pro Jahr an.

Vor einem Jahr hatte die Zukunftswerkstatt zum ersten Mal stattgefunden. Die meisten Teilnehmer nahmen nun erneut teil, um Einfluss auf die Entwicklung der Gemeinde zu nehmen. Nur noch einige wenige wollten aber bei der Nutzungsplanungsrevision aktiv mitarbeiten.

Keine Visionsthemen mehr

Dass die kreativen Vorschläge bei der zweiten Zukunftswerkstatt fehlten, kritisierten einige der Anwesenden. «Es handelt sich um eine Vertiefung der Vorschläge vom letzten Jahr, da fehlen halt die Visionsthemen», sagt Schwarzmaier.

Die meisten waren sich aber sicher, dass Ehrendingen sich auf einem guten Weg befindet. Kritische Stimmen meinten aber, dass eine Umsetzung der Vorschläge erst einmal erfolgen müsse, um das Dorf auf den richtigen Kurs zu bringen.

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