Baden
Ein alter Wunsch der Velofahrer in Baden könnte bald in Erfüllung gehen

Die Stadt Baden erhielt kürzlich ungenügende Noten für ihre Velofreundlichkeit – nun könnte sich ein alter Wunsch der Velofahrer erfüllen. Es gibt nur noch ein Problem zu lösen.

Pirmin Kramer
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Die Stadt Baden erhielt kürzlich ungenügende Noten für ihre Velofreundlichkeit, nun könnte dies bald ändern (Archivbild).

Die Stadt Baden erhielt kürzlich ungenügende Noten für ihre Velofreundlichkeit, nun könnte dies bald ändern (Archivbild).

AZ

Bei einer Umfrage erteilten Velofahrer der Stadt Baden ungenügende Noten. Kritisiert wurde unter anderem der Mangel an Veloabstellplätzen.

Jürg Meier von der Fahrrad-Lobby «Pro Velo Region Baden» plädierte für eine überwachte Velostation, in der man das Fahrrad einschliessen könne, um Diebstähle und Beschädigungen zu verhindern.

Der Wunsch könnte bald in Erfüllung gehen: «Der Einwohnerrat entscheidet Ende März, ob eine bewachte Velostation beim Bahnhof errichtet wird», sagt Rolf Wegmann, Leiter der Entwicklungsplanung der Stadt.

Vorgesehen sei die Velostation beim Standort des zukünftigen Südhauses.

Zwei weitere Projekte seien geplant, die Verbesserungen für Velofahrer bringen sollen, erklärt Rolf Wegmann.

Neben der Veloverbindung bei der Eisenbahnbrücke Baden-Wettingen, die bald befahren werden kann, werde 2015 ein neues Velokonzept erarbeitet.

Die Grundidee bleibt bestehen: «Velofahrer haben in Baden die Auswahl, die schnellen Hauptachsen oder die Nebenachsen zu benutzen, die sicherer zu befahren sind.»

Eine Schwierigkeit in Baden bestehe darin, dass die Stadt in einer Klus liege, die Platzverhältnisse also limitiert seien und somit auch die Strassen nicht beliebig verbreitert werden könnten, sagt Rolf Wegmann.

«Darum wird es in Baden immer vereinzelte Stellen geben, die für den Veloverkehr schwierig zu lösen sind. Bei sämtlichen neuen Bauvorhaben versuchen wir aber, so gut wie möglich die Bedürfnisse der Velofahrer zu berücksichtigen, etwa beim neuen Schulhausplatz.»

Busrampen-Idee geprüft

Das historische Museum hatte kürzlich eine Ausstellung zum Thema Velo durchgeführt – und die Besucher gefragt, welche Note sie der Stadt für ihre Velofreundlichkeit geben. Das Resultat: 3–4.

Der Wunsch nach Verbesserungen des Badener Veloverkehrs sei gross, teilte das Museum in einem Communiqué mit. «Wir haben die Kritik der Umfrage zur Kenntnis genommen», sagt Stadtrat Markus Schneider.

«Gefreut hat uns die Aussage der Pro Velo Region Baden, dass sie der Velostadt Baden keine ungenügenden Noten geben würde. Ich bin der Ansicht, dass wir über ein relativ gutes Velonetz verfügen. Und wir versuchen vorzu, es noch zu optimieren.»

Dass sich neben der Velostation ein weiterer Wunsch der Fahrrad-Lobbyisten bald erfüllen könnte, scheint derweil unrealistisch:

Die Idee, die Busrampe den Velofahrern zur Verfügung zu stellen, sei schon mehrfach geprüft worden, sagt Markus Schneider. «Aus Sicherheitsgründen konnte die Rampe für Velofahrer bis jetzt nicht freigegeben werden.»

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