Beizenbummel
Ein Besuch auf Schloss Stein ist schweisstreibend, aber lohnenswert

Erstmals gehört der Schlossberg mit Schlossterrasse an einem grossen Badener Fest zum Festareal. Nur wenige Vereine haben die Chance gepackt, und dürfen bereits jetzt feststellen, dass es sich gelohnt hat.

Roman Huber
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In der Klostergruft ist einiges los
6 Bilder
Little Wettige ist ein Besuch wert
Zwischenstation beim Aufstieg ist das Terrassino
Auf dem Oberdeck sind die Sitzplätze bei schönem Wetter rar
Beizenrundgang auf dem Schloss Stein und «Little Wettige»
Das Schloss bietet einen herrlichen Ausblick auf den Rummelplatz

In der Klostergruft ist einiges los

AZ

Wer sich denkt, den Weg über die rund 300 Treppenstufen zum Schloss Stein würden nicht viele Leute unter die Füsse nehmen, der sieht sich getäuscht. Wenn auch auf der andern Seite ein Shuttle zum Lindeli fährt, so sind es doch Hunderte, die den schweisstreibenden Aufstieg auf sich nehmen. Und es lohnt sich.

Erst bietet sich nach ersten steilen Stufen ein Zwischenhalt auf der «terrassino» an. Was sich als kleine Nische erst zeigt, öffnet sich dann zu einer Bühne, wo während 10 Tagen doch einiges geboten wird.

An der Bar lässt sich gut warten

Zwar ist oben meist erst Geduld gefragt, bis bei «deGliiche» im «Albrecht» Sitzplätze frei werden. Das Warten an der 50 Meter langen Bar kann je nach Barnachbarin oder -nachbar auch unterhaltend sein. Doch dann kann man sich reichhaltig und mehrgängig verwöhnen lassen, wobei das Servierte professioneller sei als der Service, lässt man sich sagen.

Wer sich auf die Treppe der Zweisamkeit verliert, gelangt zur «Frau Meise». Im hintern Bereich des Schlosses geht es dann aufs Oberdeck, den höchsten Festpunkt, von dem sich eine herrliche Aussicht auf beide Seiten eröffnet. Umgeben von Fels und Grün gibts Kultur, etwas gegen den Durst und Grilladen mit Zutaten. Bei grossem Andrang ist es auch hier nicht anders wie sonst auf dem Festgebiet: Es braucht Geduld.

Abstieg in die Wettinger Enklave

Via Rütistrasse geht es Schloss abwärts, weil auf der Niklausstiege Einbahnverkehr herrscht. So landet man in der Wettinger Enklave, im Kriesi-Areal. Der grosse Nachbar ist über die Limmat gekommen, um etwas zu bieten.

Gleich Eingangs zeigen die Wettinger Vereine im Palazzo Pazzo ihre Gastfreundlichkeit. Während auf der Vorderseite die Ballnacht im Grand Hotel als unterhaltsames Klamauk-Theater serviert wird, findet man in «Little Wettige» da und dort noch eine gemütliche Ecke, zum Verweilen, sei es in der Chloster Gruft der Weinbaugenossenschaft, wo auf der kleinen Bühne Unterhaltung angesagt ist, oder im Bierschopf beziehungsweise Biertankstelle, wo nicht etwa Hopfensaft der Müller-, sondern der Lägere Bräu in Strömen fliesst. Die Kriesi-Bar wird von den Chropfchrötten betrieben. Wer den Hahnrainweg weiter nach hinten geht, gelangt ins Discozelt von Jungwacht & Blauring, wo, so wird berichtet, immer wieder die Post abgeht.

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