Hilfsprojekt
Ein Busslinger bezahlt 158 Kindern in Haiti die Schule

Er hilft nicht nur an Weihnachten. Peter Löhmann aus Busslinigen stellte nach dem verheerenden Wirbelsturm 2010 in Haiti ein Hilfsprojekt für Waisen und Kinder aus armen Familien auf die Beine.

Sabine Kuster
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Peter Löhmann ist Zauberer – und als solcher ein meisterhafter Schwindler. Er ist ehemaliger Europameister und stammt aus Busslingen (Remetschwil). Doch was er in Haiti im Dorf Deschappelles auf die Beine stellt, ist kein fauler Trick: 158 Kindern bezahlt er dort die Schule, Kleider und Essen. Es sind jene 158 von einer Schule mit 600 Kindern, die es am nötigsten haben: Waisen und Kinder aus sehr armen Familien.

2010 lud ihn Rolf Maibach nach dem verheerenden Wirbelsturm ins Albert-Schweitzer-Spital ein. So wurde er auf die Schule, die gleich danebensteht, aufmerksam, und startete ein neues Hilfsprojekt. Zuvor hatte er schon ein Waisenhaus in China gebaut. Und angefangen hat sein Engagement für die Schwächsten der Kinder, als er jeweils als Zauberer durch die Welt reiste und in Waisenhäusern gratis zauberte.

Keine Toiletten

Im November ist er mit einem Reporter des Regionalfernsehens Tele M1 eine Woche nach Haiti gereist, um den Stand des Projektes zu überprüfen. «Die Kinder haben dort wirklich nichts, es gibt nicht einmal Toiletten», berichtet Löhmann.

35000 Franken sind jährlich für den Unterhalt der 158 Kinder nötig, 220000 Franken sammelt er für den Bau einer neuen Schule. Gespendet werden kann über die Internetseite www.magicmoments.ch. «Jeder Rappen fliesst ins Projekt», garantiert Peter Löhmann, «für unseren Flug nach Haiti haben wir extra Sponsoren angefragt.»

Nächste Woche am 19., 20. und 21. Dezember sendet Tele M1 jeweils einen rund fünfminütigen Teil der Reportage über das Projekt um 18.20 Uhr.