Baden

Ein Café schliesst – der neue Pächter macht es zur rauchfreien Zone

Nächste Woche schliesst das Café Corner, um eine Woche später unter neuem Namen wieder zu eröffnen. Und er will «etwas völlig Neues» aufziehen. Unter anderem darf dann nicht mehr im Lokal geraucht werden.

Das Lachen ist ihr trotz des baldigen Endes nicht vergangen: Seit knapp 17 Jahren arbeitet Doris Lüthy im 1991 eröffneten Café Corner an der Badstrasse. Am Samstag in einer Woche ist alles vorbei: Zusammen mit der Geschäftsführerin Sissy Buol wird sie im «Corner» den Gästen ein letztes Mal Kaffee und Gipfeli servieren. «Klar bin ich traurig; ich hätte hier gerne weitergearbeitet», sagt Lüthy, während sie gerade einen Latte macchiato aus der Maschine lässt.

Im «Corner» – dieses misst nur gerade 43 Quadratmeter – habe sie besonders die private Atmosphäre und die vielen persönlichen Kontakte geschätzt. Sissy Buol – sie hat 18 Jahre im «Corner» gearbeitet – sagt: «Es tut weh, dass jetzt alles vorbei ist; vor allem auch, weil es so unerwartet gekommen ist.» Die Stimmung ist aber nicht nur bei den Angestellten gedrückt. Viele Stammgäste – nicht wenige davon Raucher – bedauern das Ende der «Corner»-Ära.

Geplant ist eine Taperia

Als Grund für das Ende gibt Pächter Alwin Kecht sein Alter an. «Ich möchte mich langsam aus der Gastronomie zurückziehen», so der 67-Jährige, der früher auch das «Mirage» und beim Casino das «Joy» betrieb. Und doch wird er indirekt mit dem «Corner» verbunden bleiben. Denn der neue Pächter Reto Zurflüh betreibt auch die «Bodega» beim Cordulaplatz, die Alwin Kecht gehört. Dass er den beiden langjährigen Mitarbeitern habe kündigen müssen, bedauert Kecht. «Aber ich konnte dem neuen Pächter nicht vorschreiben, wen er zu beschäftigen habe.»

Der neue Pächter Zurflüh sagt: «Ich will im Lokal – es wird Taperia Corner heissen – etwas völlig Neues aufziehen.» Das Lokal soll ein total neues Gesicht erhalten. «Erfahrungsgemäss ist es gerade für langjährige Angestellte schwierig, wenn plötzlich alles auf den Kopf gestellt wird», so Zurflüh. Er habe Buol aber eine Arbeit in der «Bodega» angeboten, die sie aber wegen Nachtschichten abgelehnt habe.

Allzu viel möchte er noch nicht verraten und doch gibt er die wichtigste Änderung preis. Im Lokal wird künftig nicht mehr geraucht werden dürfen. Klar werde das einige der jetzigen «Corner»-Gäste vom Besuch abhalten, gleichzeitig aber neue Gäste anlocken, ist Zurflüh überzeugt. Die Taperia werde wie heute schon von
7 bis 19 Uhr geöffnet haben und spanische Köstlichkeiten «auf kleiner Schiene anbieten». Am 3. Februar wird das neue Lokal seinen Betrieb aufnehmen.

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