Ein erboster Autofahrer aus dem Kanton Schaffhausen meldete sich bei der Aargauer Zeitung. Einige Tage zuvor hat er eine Busse der Stadtpolizei Baden erhalten. Das Vergehen: «Nichtbeachten des Vorschriftensignals ‹Verbot für Motorwagen›» bei der Schartenstrasse. Der Autolenker war an einem Wochenende durch die Schartenstrasse gefahren, obwohl dort wochentags zwischen 20 Uhr und 6 Uhr und sonntags ganztäglich Fahrverbot herrscht. Nun fordert er, dass die Busse in Höhe von 100 Franken annulliert wird. Als Ortsunkundiger habe er nicht gewusst, dass die Durchfahrt der Schartenstrasse verboten sei. Die Fahrverbotstafel sei zu weit oben angebracht. Beim Erblicken der Tafel habe er bereits eingespurt und keine Möglichkeit mehr gehabt, einen anderen Weg zu nehmen.

Ein Blinklicht macht aufmerksam

«Das temporäre Fahrverbot an der Schartenstrasse steht seit 1992 an dieser Stelle. Es wird mit einer Kamera überwacht und zweimal wöchentlich ausgewertet», sagt Max Romann, Kommandant-Stellvertreter der Stadtpolizei Baden. «Immer wieder bekommen wir Reklamationen von Gebüssten.» Die Polizei sei jedoch der Meinung, dass das Schild gut sichtbar ist. «Es handelt sich um einen grossen Kasten mit Wechselsignal, das automatisch umschaltet. Über dem Signal befindet sich ein gelbes Blinklicht, das die Fahrzeuglenker zusätzlich auf das Verbot aufmerksam macht.» Egal, wo das Schild hänge, ein aufmerksamer Autofahrer würde es sehen. Hat der Lenker bereits eingespurt, könne er die Spur wechseln oder ein kleines Stück in die Schartenstrasse fahren, um dort zu wenden. «Für jemanden, der im Strassenverkehr unterwegs ist, sollte dies kein Problem darstellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob er ortskundig ist oder nicht.» Bezahlen muss der Falschfahrer die Busse trotz Reklamation.