Wettingen
Ein (fast) perfekter Start ins Festwochenende

Zuckerwatte naschen und Sonne geniessen: Das Wettiger Fäscht begann mit sonnig-warmem Wetter. «Zwar ist es jedes Jahr dasselbe, trotzdem finde ich es immer wieder schön», sagte ein Passant, dessen Feierabend gerade erst begonnen hatte.

Florian Zimmermann (Text) undThomas Gerstendörfer (Fotos)
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Grillieren, gemeinsam Zeit verbringen und Sonne geniessen – das Wettiger Fäscht hat mit schönem Wetter begonnen.

Grillieren, gemeinsam Zeit verbringen und Sonne geniessen – das Wettiger Fäscht hat mit schönem Wetter begonnen.

Thomas Gerstendörfer

Stunden zuvor versammelte sich die ältere Generation im Saalbau Tägerhard zum Seniorennachmittag, zu dem der Gemeinderat geladen hatte. «Es ist eine schöne Tradition, die den Menschen etwas zurück gibt», sagte Gemeinderätin Yvonne Feri. Der Seniorennachmittag eröffnete gestern Freitag das Wettiger Fäscht.

Der Saalbau Tägerhard, in dem die Veranstaltung stattfand, stiess mit 700 Anmeldungen an seine Grenzen. Hansjürg Rohner überrascht das nicht: «20 Prozent der Einwohner von Wettingen sind über 65 Jahre alt.»

Rohner war fünf Jahre lang Leiter der Altersfachstelle und die Ansprechperson für sämtliche Seniorinnen und Senioren in der Gemeinde. Gestern wurde er offiziell verabschiedet. «Ich nehme viele sehr schöne Erinnerungen in meine Pension mit», sagte er.

Rohner führte die Neugestaltung des Altersleitbildes als Projektleiter an. Seine Nachfolge hat Lilo Jud übernommen. Ihre Aufgabe wird es sein, das entworfene Altersleitbild umzusetzen und den Senioren Red und Antwort zu stehen.

Nach einem Monat kennt sie die Hauptsorgen der Bevölkerung schon ein wenig: «Viele fürchten vor der Zeit, wenn sie nicht mehr alleine daheim leben können.»

Später zeigte Clown Pello sein können. Er setzte sich Masken auf, deren Stimmung er mit seiner Körperhaltung perfekt kopierte. Durch die schnellen Wechsel verblüffte er das Publikum abermals.

Schliesslich bat er noch drei Freiwillige hervor, die nun zum selben Zweck herhalten mussten. Das Publikum war begeistert. Während die ältere Generation den Seniorennachmittag drinnen verbrachte, kämpften die Jüngeren im Freien um den begehrten Titel «de schnällscht Wettiger/die schnällscht Wettigeri».

Über 300 Kinder und Jugendliche gingen an den Start. Hunderte von Eltern feuerten ihre Kids an. Die vereinzelten technischen Probleme des Zeitmessgeräts vermochten die Stimmung nicht zu trüben.

Es flossen auch Tränen. Einzelne Wettkämpfer, die «nur» den zweiten Platz erreichten, wurden vom Frust übermannt. «Das sind die Emotionen des Sports. Die Tränen zeigen, was dieser Wettkampf den Jugendlichen bedeutet», sagt Dario Cariaci, OK-Präsident des Wettkampfs.

«Es ist schön, dass die Kinder trotz Ferienanfang am Rennen teilnehmen und Vollgas geben.»

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