Die Kraftwerkanlage Aue in Baden ist eine Baustelle – und seit gestern ist das auch von weit her sichtbar: Auf der Baustelle wurde ein knallroter Kran aufgestellt. Mit dem Lastwagen wurden die Kran-Elemente angeliefert und auf dem Parkplatz des Kraftwerks von Arbeitern zusammengebaut. Anschliessend hievte ein zweiter Kran die Elemente in luftige Höhe, wo sie zwei Arbeiter in Millimeterarbeit an die bereits stehenden Elemente ansetzten.

Zusätzlich können 1400 Haushalte versorgt werden

Noch rund zwei Jahre dauern die Bauarbeiten an der Kraftwerkanlage Aue in Baden. Ende Juni hatte der Spatenstich stattgefunden. Beim Wehr entsteht ein Dotierkraftwerk, welches einen Teil des in die Restwasserstrecke fliessenden Wassers zur Stromproduktion nutzen kann. Beim Kraftwerk wird die aus dem Jahr 1925 stammende dritte Maschinengruppe ersetzt. Damit kann die produzierte elektrische Energie um rund ein Fünftel erhöht werden. Das ergibt eine Steigerung von 25 auf neu fast 31 Millionen Kilowattstunden im Jahr. So können zusätzlich 1400 Haushalte versorgt werden. Der Ausbau kostet rund 20 Millionen Franken.

Für die Limmatflanierer bleibt der Wehrübergang Aue während der Bauzeit (bis 2013) geschlossen. Umwege sind vor Ort auf Informationsschildern eingezeichnet.