Es ist ein Mammutprojekt, dass in der Bauverwaltung derzeit öffentlich aufliegt: der Gestaltungsplan für die Überbauung «Grossfeld/Nüeltsche» in Wohlenschwil. 15 Häuser mit 100 Wohnungen sollen auf einer Fläche entstehen, die zwei Fussballfeldern entspricht. Rund 250 Menschen sollen dereinst in der Überbauung ein zu Hause finden. Investor ist die Acama Immobilien AG aus Sursee.

Das 18'000 Quadratmeter grosse Landstück am westlichen Dorfrand ist die letzte Baulandreserve der Gemeinde in dieser Grösse. Dass man überhaupt noch eine so grosse Baulandreserve habe, sei eine Luxussituation, erklärt Gemeindeammann Erika Schibli. «Deshalb war ich sehr froh, als ich sah, wie oft die Planer vor Ort waren und das Gelände ausgekundschaftet haben, um gute Lösungen zu entwickeln.»

Geplant sind Reiheneinfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser mit maximal drei Stockwerken. «Wir haben zwar eine sehr gute Ausnutzungsziffer, aber es wird keine klotzige Überbauung werden, die futuristisch oder städtisch daherkommt», sagt Schibli. Schliesslich müssten die Häuser zum Dorf passen. Kritische Stimmen gäbe es natürlich trotzdem immer. «Bisher habe ich aber noch keine vernommen.» Im Gegenteil: «Einige Leute haben sich bereits bei der Gemeinde gemeldet und ihr Interesse für eine Eigentumswohnung angemeldet.»

Hohe Steuern gleichen sich aus

Ob tatsächlich 250 Menschen in die Gemeinde mit dem höchsten Steuerfuss des ganzen Bezirks Baden ziehen wollen? Erika Schibli macht sich diesbezüglich wenig Sorgen. «In vielen Gemeinden steigen die Steuern. Bei uns wird es eher umgekehrt sein.» Dies, weil keine grösseren Investitionen anstehen und die Schulden der Gemeinde abnehmen wurden, erklärt sie. «Wir werden auch die geplante Steuererhöhung des Kantons mit einer Steuerreduktion bei den Gemeindesteuern kompensieren.» Dies sei nicht allen umliegende Gemeinden möglich. «Daher werden sich die Steuerfüsse in den anderen Gemeinden unserem angleichen», sagt Schibli.

Infoveranstaltung Freitag, 19 Uhr, Halle Blau.