Baden

Ein Musikfestival, das in Baden noch gefehlt hat

Nik Fischer und Baiba Bondare treffen die letzten Vorbereitungen für das grosse Musik-Wochenende. san

Nik Fischer und Baiba Bondare treffen die letzten Vorbereitungen für das grosse Musik-Wochenende. san

Kommendes Wochenende steht Baden ganz im Zeichen der Musik. Das neue Festival «One of a Million» setzt nicht auf Stars und Sternchen – sondern einfach auf guten Sound.

Künstler aus aller Welt werden sich während zweier Tage im Nordportal die Klinke in die Hand geben. Beim ersten «One of a Million»-Festival sollen Musikliebhaber auf ihre Kosten kommen. Organisator Nik Fischer hat wenige Tage vor dem Festival alle Hände voll zu tun.

Im kleinen Büro neben dem Badener Bahnhof läuft Musik. Fischer und Baiba Bondare sitzen vor ihren Computern. Das übergrosse Plakat an der Wand zeigt, woran die beiden arbeiten: Fischer und Bondare gehören zum Verein «herbert.», der das erste Badener «One of a Million»-Festival organisiert.

«Im Winter hat es eine Lücke im Kulturplatz Baden. Es ist die einzige Zeit, in der es in Baden an Angeboten fehlt», sagt Fischer. Deswegen hat er gemeinsam mit sieben Freunden das neue Festival im Februar ins Leben gerufen. Es soll jedes Jahr stattfinden. «Der Traum ist, das Festival auf vier Tage zu verlängern und es über die ganze Stadt auszubreiten», sagt Fischer.

Wegen der Musik kommen

Unter dem Motto «No hypes. No Stars. Simply addicted to music» haben die Organisatoren rund um Fischer ein Festival für Musikliebhaber auf die Beine gestellt. «Die Leute sollen wegen des Festivals kommen, nicht wegen der Bands», betont Fischer.

Deshalb sind die gebuchten Bands auch weitgehend unbekannte Künstler – nach grossen Namen sucht man vergeblich. Die Musiker kommen aus Island, aus Frankreich, aus Dänemark oder aus den USA und spielen von Indie über Elektro bis hin zu Folk Musik aus allen Sparten.

Nik Fischer legt Wert darauf, dass für jeden etwas dabei ist: «Es wird für die Gäste wunderschöne Entdeckungen geben. Die Leute sollen ohne Erwartungen kommen, nach Hause gehen und dann sagen: Es war geil.»

Der Name «One of a Million» steht für die eine Person, für die eine Band oder für das eine Konzertlokal unter Millionen anderen.

Nur ein Festival unter vielen?

Baiba Bondare, die für die Organisation der rund 50 Helfer zuständig ist, erklärt: «Das ‹One of a Million› ist nur ein Festival unter vielen anderen auf der ganzen Welt, aber vielleicht ist es genau das eine Festival, das noch gefehlt hat.» Bondare und Fischer haben wenige Tage vor dem Startschuss noch alle Hände voll zu tun. Nik Fischers Telefon klingelt unablässig und von Baiba Bondares Schreibtisch ist vor lauter Einsatzplänen fast nichts mehr zu sehen.

«Welcher Helfer soll wann wo sein? Was wünschen sich die Bands im Backstage? Wer ist wann am Soundcheck? Das sind alles Fragen, die noch geklärt werden müssen», erklärt Bondare. Das «One of a Million» soll ein familiäres Festival werden – die Bands sollen greifbar sein. Deshalb sind die meisten Künstler bei Privatpersonen untergebracht und können so direkt mit ihrem Publikum interagieren.

Zusätzlich werden am Samstagnachmittag verschiedene Bands spontane Strassenkonzerte geben und Passanten erfreuen.

Als spezieller Leckerbissen wartet am Samstag, um 18 Uhr, das Gratis-Warm-up-Konzert der Schwedin Sumie Nagano im Foyer des Festivalpartners Hotel Du Parc auf, bevor am Abend die Konzerte im Nordportal starten.

«Wenn das alles vorbei ist, bleibt uns nur noch, uns am Samstag mit Augenringen ans Putzen zu machen», sagt Fischer. Nur, um bald darauf die Planung des nächsten «One of a Million» in Angriff zu nehmen.

Musikfestival «One of a Million», im Nordportal in Baden, Fr/Sa, 11. und 12. Februar. Programm unter www.ooam.ch. Tickets im Vorverkauf bei ZeroZero in Baden und bei www.starticket.ch

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