Baden
Ein Nachmittag mit Grossvaters Modelleisenbahn

Im Kindermuseum in Baden erhalten die Besucher einen Einblick in die Welt der Blechspielzeug-Bahnen. Für zehn Tage präsentieren die «Tin Platers» ihre Modelleisenbahnen und bieten den Besuchern die Möglichkeit, für einmal in die Rolle eines Lokführers zu schlüpfen.

Philippe Neidhart
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Kindermuseum Baden
18 Bilder
Schon die Kleinsten erfreuen sich an den Modelleisenbahnen.
Jung und Alt erfreuen sich an den Modelleisenbahnen der Tin Platers.
Peter Erni erklärt den Kindern, wie die Modelleisenbahnen funktionieren.
Schon die Kleinsten erfreuen sich an den Modelleisenbahnen.
Ob jung oder alt - alle erfreuen sich an den Modelleisenbahnen der Tin Platers.
Mit einem umgebauten Steuerkontroller aus einer SBB-Lokomotive können die Kinder die Modelleisenbahnen steuern.
Jung und Alt erfreuen sich an den Modelleisenbahnen der Tin Platers.
Peter Erni erklärt den Kindern, wie die Modelleisenbahnen funktionieren.
Fast ohne Unterbruch drehen die kleinen Züge ihre Runden.
Fast ohne Unterbruch drehen die kleinen Züge ihre Runden.
Dieser Mini-Kran kann von den Kindern bedient werden.
Die Landschaft ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Die Landschaft wurde von den Tin Platers mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Auch heute noch fasziniert die Welt der Modelleisenbahnen die Kinder.
Angelo Caduff erklärt den Kindern, wie die Modelleisenbahn funktioniert.
Auch eine Seilbahn gehört zur Sammlung der Tin Platers.
Auch heute noch fasziniert die Welt der Modelleisenbahnen die Kinder.

Kindermuseum Baden

Philippe Neidhart

Unzählige Züge rattern über die Geleise, eine Seilbahn klettert den steilen Hang hinauf – und dies alles nur auf wenigen Quadratmetern. Für zehn Tage präsentieren die «Tin Platers» ihre Modelleisenbahnen in der «Werkstatt» des Schweizer Kindermuseums und bieten den Besuchern die Möglichkeit, für einmal in die Rolle eines Lokführers zu schlüpfen.

Faszination über Generationen

«Wir wollen den Kindern zeigen, mit was wir in ihrem Alter gespielt haben», erklärt Armin Winiger, einer der vier Tin Platers. Zusammen mit Peter Erni, Peter Sulzer und Angelo Caduff organisiert er seit rund 20 Jahren regelmässig den interaktiven Event. «Die Kinder sind immer wahnsinnig begeistert – das ist unser Lohn», freut sich der Rentner. Den Besuchern wird dabei einiges geboten: Die kleinen Gäste können mit einer Drehscheibe Züge rangieren und einen Mini-Kran bedienen. Zudem haben die Kinder die Möglichkeit, an einem Steuerkontroller aus einer SBB-Lokomotive, der eigens dafür umgebaut und angepasst wurde, einen Zug zu steuern. So drehen die kleinen Lokomotiven unter dem wachsamen Blick der vier Tin Platers ihre Runden – und wenn ein Zug entgleist, sind sie sofort zur Stelle. Schnell wird klar, die Faszination Modelleisenbahn ist bis heute ungebrochen. Oftmals seien es denn auch die Grosseltern, welche mit ihren Enkeln ins Kindermuseum kommen, sagt Winiger: «Sie haben noch eine Beziehung zu den Blechspielzeug-Bahnen.»

Ungebrochene Freude

Begonnen hat die Geschichte der Tin Platers im Jahr 1995 mit einer bescheidenen Ausstellung. Gross zu- und herging es zwei Jahre danach an der Badenfahrt: «Dort hatten wir im alten Güterschuppen eine riesige Anlage aufgebaut», erinnert sich Winiger. Und bis heute haben sie die Begeisterung an den Modelleisenbahnen nicht verloren. Rund eine Woche investieren die Tin Platers jeweils in den Aufbau, und auch nach der Ausstellung ist die Arbeit für die vier Freunde nicht getan. «Das Ganze braucht viel Unterhalt – auch Modelleisenbahnen sind nicht wartungsfrei», sagt Winiger. Rund einen Monat dauere das anschliessende Präparieren der Waggons und Lokomotiven. Wie lange die engagierten Rentner das Ganze noch organisieren, ist unsicher: «Unser Durchschnittsalter ist bald achtzig», so Winiger, und es gäbe nur noch wenige, die mit der Technik vertraut seien. Eines aber freut ihn trotzdem besonders: «Alle Gründungsmitglieder sind noch mit dabei.»

Weitere Daten: Dienstag, 15. März 2016, 14–17 Uhr, Mittwoch, 16. März 2016, 14–17 Uhr, Donnerstag, 17. März 2016, 14–17 Uhr, Freitag, 18. März 2016, 14–17 Uhr, Samstag, 19. März 2016, 14–17 Uhr, Sonntag, 20. März 2016, 10–17 Uhr.

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