Mägenwil
Ein Nachwuchsproblem hat dieser Umzug nicht

Dass die Fasnacht in Mägenwil sehr wohl eine Chance hat, weiter zu existieren, zeigte sich dieses Wochenende.

Hans Oldani
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Kinderfasnacht Bilder Kinderumzug
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Kinderfasnacht Mägenwil
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Hans Oldani

Sie sind nicht zu übersehen. Verteilt entlang der Strasse, machen sie auch den hintersten und letzten Fasnachtsmuffel darauf aufmerksam, dass in Mägenwil während der fünften Jahreszeit etwas läuft. Die Rede ist von den fantasievoll gestalteten Fasnachtspuppen. Verantwortlich dafür ist seit 21 Jahren die Frauenriege Mägenwil mit ihrer Präsidentin Silvia Habegger. Gut, gibt es diese aktiven Frauen! Ohne sie wäre das Dorf um eine Tradition ärmer.

Klar, dass auch die Kinderfasnacht von der Frauenriege organisiert wird. Ebenfalls zum 21. Mal, notabene. Silvia Habegger, selbst von Kindsbeinen an vom Fasnachtsvirus infiziert, geht denn auch an der Spitze des Umzugs. Dahinter folgen die Mägenwiler „Mägi Chlöpfer“ und die „Duumesugger“ aus Mellingen. Die beiden Guggen unterstützen sich bei ihren Auftritten auch dieses Jahr gegenseitig und hoffen, auf diese Art „überleben“ zu können. Dass die Fasnacht in Mägenwil sehr wohl eine Chance hat weiter zu existieren, zeigt das Interesse der Bevölkerung. Eine stattliche Zahl von verkleideten Kindern beteiligt sich am Umzug, begleitet von stolzen Mamis, Papis und andern Familienmitgliedern. Und wer nicht selber mitläuft, steht als Zaungast am Strassenrand, amüsiert sich und versucht, dem Konfettiregen zu entgehen.

Im Anschluss an den Umzug geht’s ab in die Turnhalle, wo unter der Federführung der Jubla das närrische Treiben erst richtig beginnt. Und wenn sie könnten, würden auch die Strassenpuppen mittanzen.

Das gibt’s ja nicht

Die Mägenwiler sind zurecht stolz auf ihre Fasnachtspuppen. Die guten Geister der örtlichen Frauenriege haben die Puppen mit viel Herzblut geschaffen und bringen sie jedes Jahr wieder auf Vordermann. Korrekter gesagt auf Vorderfrau. Die Puppen sind über die Region hinaus bekannt, auch deswegen, weil viele Automobilisten auf dem täglichen Arbeitsweg Mägenwil Richtung A1-Auffahrt durchqueren.

Und nun dies: Silvia Habegger, Präsidentin der Frauenriege, ist empört. Wie schon während der Fasnacht 2017 wurde auch dieses Jahr wiederum eine Fasnachtspuppe entwendet. Einfach abmontiert, geklaut. Ist ja kaum zu glauben. Silvia Habegger möchte dem Dieb eine Chance geben: Sollte er doch noch zur Vernunft kommen, könne er die gestohlene Puppe (oder auch beide) beim Schulhaus Mägenwil anonym deponieren. Wir würden ihm empfehlen: Am besten bei Nacht und Nebel.