Mit «Golden Oldies» heizte die «Inside Partyband» den Saal langsam auf. Mehr und mehr füllten sich die Reihen und die Tanzfläche mit Masken und Besuchern, um schliesslich aus allen Nähten zu platzen. Der traditionelle Heiduggerball in Untersiggenthal war in vollem Gang. Dabei handelt es sich um einen Maskenball klassischer Prägung, wie es nur noch wenige davon gibt.

Masken zuhauf trieben ihr Unwesen und animierten auch die Nichtmaskierten zum Tanzen. Konfetti-Regen prasselte auf Tische und Tanzfläche und brachte zusätzlich Farbe in den Saal. Dazwischen heizten die lautstarken Guggen-Konzerte der «D’Wildsäu» aus Birmenstorf und der «Sikinga Chlopfer» aus Untersiggenthal die Stimmung weiter an. Das diesjährige Motto hiess «Heidugger im Klimawandel». Dieses Motto nimmt auch Bezug auf die ungewisse Zukunft des Fasnachtsvereins. Die Gäste und Masken seien da, aber keine Macher und Chrampfer, sagte Heidugger-Präsident Patrick Weber im Vorfeld des Balls gegenüber dem «Badener Tagblatt».

Unter dem Stichwort «Klimawandel» waren interessante Masken zu sehen. So wirbelte etwa eine Gruppe von maskierten Frauen in weissen Kostümen und mit geschwollenen Beinen unter dem Namen «Klimakterium Wandel» umher. Auch drei toll maskierte Vögel, welche unter der Klimaerwärmung leiden, waren zu bewundern. Ein rot kostümiertes Paar machte darauf aufmerksam, dass die Erdbeeren dank der Erderwärmung nun auch im Winter gepflückt werden könnten.

Für die Maskenprämierung liessen sich die Organisatoren zum Jubiläumsball etwas Besonderes einfallen. Statt der Rangverkündigung liess der Präsident sämtliche registrierten Masken zur Demaskierung aufmarschieren. Jede Maske, jedes Paar, jede Gruppe erhielt ein Couvert mit Preisgeld. Dies sei der Dank für die langjährige Treue zum Ball, erklärte Präsident Patrick Weber, würden doch stets wieder dieselben Gäste teilnehmen. Nach der Demaskierung nahm das närrische Treiben weiter seinen Lauf. Zum Jubiläum verteilten die Veranstalter obendrauf noch Mehlsuppe und Donuts.