Baden
Ein Polizeihund spürte die Einbrecher im Gebüsch auf

Wieder einmal versuchten Täter den Bar-Container des «Triebgut» an der Limmat aufzubrechen. Doch ein aufmerksamer Nachbar schlug Alarm. Ein Polizeihund spürte die Einbrecher dann im Gebüsch auf.

Martin Rupf
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Michelle Huber beim Container. az

Michelle Huber beim Container. az

Passiert ist es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Gegen 1 Uhr morgens habe ein Anwohner gemeldet, dass Einbrecher an der Kanalstrasse in Baden den Container der «Triebgut»-Bar aufzubrechen versuchen, heisst es in der Mitteilung der Kantonspolizei Aargau. Umgehend seien die Kantons- und Regionalpolizei ausgerückt.

Zwei Schweizer und ein Portugiese

Die Polizei konnte schon nach wenigen Minuten bei der Hochbrücke einen flüchtenden Täter anhalten. Kurze Zeit später fanden die Polizisten, unterstützt durch einen Hundeführer der Stadtpolizei Baden, zwei weitere Männer in einem Gebüsch in der Nähe des Tatorts Richtung Sportanlage Aue. Diese wurden ebenfalls verhaftet.

Nach ersten Erkenntnissen versuchten die Einbrecher, mit Hilfe eines Werkzeuges ins Innere des Containers zu gelangen. Bei den Tätern handle es sich laut Kapo Aargau um zwei 19- und 20-jährige Schweizer aus der Region sowie um einen 21-jährigen Portugiesen aus dem Kanton Thurgau. Der Portugiese war bereits zur Fahndung ausgeschrieben, nachdem er vor einigen Tagen aus einem Massnahmenzentrum in der Ostschweiz entwichen war.

Die Betreiberin des «Triebgut», Michelle Huber, reagierte mit Genugtuung auf die Verhaftung der Täter. «In den letzten Jahren ist der Bar-Container immer wieder aufgebrochen worden.» Meistens hätten die Täter zwar nicht viel mehr mitgehen lassen, als ein wenig Trinkgeld und ein paar Zigaretten.

Trotzdem seien die Einbrüche ein grosser Frust gewesen. «Wir wollen hier unten an der Limmat etwas Gutes machen. Die Reparaturen nach den Einbrüchen gingen jedes Mal ins Geld.»

Noch in der Tatnacht sei sie von der Polizei geweckt und zum Tatort geführt worden. «Wenn man mitten in der Nacht plötzlich von der Polizei geweckt wird, erschrickt man natürlich zuerst.» Doch sie sei froh, dass die Polizei so schnell und vor allem erfolgreich reagiert habe.

Fenster mit Brett zugenagelt

Beim jüngsten Einbruch sei zum Glück gar nichts weggekommen. «Wir haben den Container in letzter Zeit dauert aufgebessert und auch einbruchsicherer gemacht», sagt Huber. Als letzte Massnahme werde man nun das Fenster mit einem Brett zunageln. In den Container einzubrechen lohne sich aber ohnehin nicht. Huber: «Die Tageseinnahmen befinden sich nie im Container.»