Baden/Wettingen

Ein Prosit auf die regionale Braukunst

Ein Qualitätssiegel für die Bierbrauer

Ein Qualitätssiegel für die Bierbrauer

Der Brau Ring zeichnet Müllerbräu und LägereBräu mit dem Qualitätssiegel aus. Viele Besucher fanden sich gestern Abend im Getränkemarkt Harassino in Baden ein, um sich eine Stunde gratis mit dem Dunkelbier «Dark Gold» verköstigen zu lassen.

Das Inserat in der Donnerstagsausgabe der az zeigte offenbar Wirkung: Nicht wenige Besucher fanden sich gestern Abend im Getränkemarkt Harassino in Baden ein, um sich eine Stunde gratis mit dem Dunkelbier «Dark Gold» verköstigen zu lassen.

Genau zur gleichen Zeit offerierte die LägereBräu in ihrem Biergarten auf der Klosterhalbinsel in Wettingen während einer Stunde ihr Kloster-Bier. Hier fanden sich fast noch mehr Besucher ein - der Biergarten befand sich gleich neben der Degustations-Theke.

Grund für die grosszügige Geste der beiden regionalen Bierbrauer war die Verleihung des Qualitätssiegels durch den Brau Ring. Zusammen mit 11 anderen regionalen Schweizer Bierbrauern durften Müllerbräu und LägereBräu letzte Woche in Einsiedeln die Auszeichnung entgegen nehmen.

Hart umkämpfter Bier-Markt

«Mit dem Qualitätssiegel unterstützen wir kleinere und mittlere Brauereien im hart umkämpften Biermarkt», erklärt Matthias Hajenski, Geschäftsführer des Brau Ring. Dabei werde das Qualitätssiegel nicht einfach so vergeben. «Ein unabhängiges Institut überprüft nach strengen Kriterien die Bierqualität», sagt Hajenski.

Weiter gehe es auch darum, den Konsumenten für regionale Biere zu gewinnen. «Anders als die grossen Bierkonzerne zahlen die kleinen Firmen in der Region Steuern und schaffen vor Ort auch Arbeitsplätze.» Doch nicht nur das, fährt Hajenski weiter. «Lokale Biere zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus.»

Der Brau Ring - ihm gehören 230 europäische Brauereien an - sorge dafür, dass kleine Brauereien bessere Einkaufskonditionen hätten, so Hajenski. Zudem fände ein regelmässiger Austausch unter den Brauereien statt.

Brau Ring ermöglicht Austausch

Die bestätigt auch Felix Meier, Geschäftsführer von Müllerbräu: «Dank dem Brau Ring können wir sehr viel Know-How mit anderen Brauereien austauschen.» Über die Prämierung des «Dark Gold» freut sich Meier ganz besonders, «bin ich doch persönlich ein grosser Fan von dunklem Bier». Bei dieser Gelegenheit erwähnt Meier gleich auch noch: «Wir brauen das dunkle Bier mit qualitativ hochstehendem, dunklem Spezialmalz und färben das Bier nicht ein, wie das andere Brauereien tun.»

Auch Thomas Benz, Geschäftsführer der LägereBräu, weiss nur Gutes über den Brau Ring zu berichten. «Als wir 2008 die Aktiengesellschaft gründeten, war es unser Ziel, so rasch wie möglich als professionelle Brauerei wahrgenommen zu werden.» Mit dem Beitritt zum Brau Ring sei ein grosser Schritt in diese Richtung erfolgt. «Natürlich profitieren wir auch vom grossen Netzwerk innerhalb des Brau Ring», sagt Benz.

Amber-Bier findet Anklang

Auf das prämierte Kloster-Bier ist Bierbrauer Thomas Benz natürlich stolz. «Nach dem hellen Bier und dem Weizenbier wollten wir ein drittes Bier im Sortiment.» Man habe sich schliesslich für ein klösterliches Amber-Bier entschieden. «In Klosterbüchern haben wir nach alten Rezepten gesucht und sind fündig geworden.»
Der spezielle Geschmack des Kloster-Biers sei auf die Zugabe von Honig aus dem Klostergarten zurückzuführen, so Benz.

Das Kloster-Bier komme bei den Besucherinnen und Besuchern des Biergartens sehr gut an. Benz: «Wir verkaufen 40 Prozent Klosterbier, 40 Prozent Original-Bier und 20 Prozent Weizen-Bier.»

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