Das hat sich der Stadtrat anders vorgestellt: Am Mittwochmorgen nahm der Stadtschreiber-Stellvertreter Marco Sandmeier eine Petition mit dem Namen «Keine Schliessung des Mittagstisches Meierhof» entgegen. 256 Einwohner aus dem Quartier haben die Petition innert vier Tagen unterschrieben. Bis Dienstagnachmittag waren es noch 170. Die Unterzeichnenden wollen nicht, dass der Mittagstisch des Vereins Taba (Tagesbetreuung Baden) geschlossen wird.

Sie fordern eine Weiterführung des Mittagstischs bis zur Eröffnung der Tagesstrukturen im Schulhaus Meierhof, das erweitert werden soll. Ab wann die Tagesstrukturen angeboten werden, wird am 13. Mai klar, wenn der Einwohnerrat über die Schulraumplanung entscheidet. Anfang April hat der Stadtrat entschieden, die Leistungsvereinbarung mit dem Taba nicht mehr zu verlängern und die Kinder über Mittag in den wesentlich grösseren ABB-Hort gleich nebenan zu schicken.

Eine Forderung wird erfüllt

Die Urheber der Petition wollen angehört werden. Eine Delegation von ihnen will mit dem Stadtrat über den Entscheid sprechen dürfen. Zudem wollen sie, dass man ihnen in alle Akten Einsicht gewährt, die zum stadträtlichen Entscheid geführt haben. Diese Forderung wird schon bald erfüllt: Laut einer Mitteilung der Petitionäre hat Marco Sandmeier die Akteneinsicht auf Anfang nächste Woche in Aussicht gestellt.

Urheberin der Petition ist Alexandra Gavriilidis, zweifache Mutter aus dem Meierhof-Quartier. An vorderster Front bei der Unterschriftensammlung dabei waren neben den Eltern aus dem Quartier die Mitarbeiterinnen des Taba-Mittagstischs, insbesondere Franziska Minikus, Keiko Baumli und Bea Timcke.