Baden
Ein Sicherheitsdienst muss bei der Postauto-Station für Ordnung sorgen

Die Probleme bei der Postauto-Station in Baden nehmen zu. Trotz Hausordnung wird geraucht und Abfall liegen gelassen. Gruppierungen treiben es gar so weit, dass sie den Bussen den Weg versperren. Jetzt wird ein Sicherheitsdienst eingeschaltet.

Erna Lang-Jonsdottir
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Die Stadtpolizei patrouilliert zwar, doch das reicht nicht mehr.

Die Stadtpolizei patrouilliert zwar, doch das reicht nicht mehr.

Erna Lang

Eigentlich gäbe es für die Postauto-Station in Baden eine Hausordnung. Doch mit der Ordnung haben die Mieter dort zu kämpfen. Im Fahrstuhlschacht bei der Postautostation stinkt es nach Urin (Aargauer Zeitung vom 10. Oktober). Angestrengt kämpft die Postauto Schweiz AG in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei dort für Sicherheit und Sauberkeit. Wie az-Leserinnen und -Leser berichten, wird aber trotz Videoüberwachung im Warteraum geraucht und die Umgebung zugemüllt.

Jetzt treiben es jugendliche Gruppierungen auf die Spitze, indem sie die Einfahrt der Postauto-Station beim Eintreffen der Busse blockieren. Gefährlich für die Jugendlichen und für die Buschauffeure – wurden in Vergangenheit Buschauffeure schon von Jugendlichen am Busbahnhof Baden verprügelt.

«Postauto» hat die Verantwortung

Die Postauto Schweiz AG reagiert nun mit einem neuen Sicherheitskonzept auf die Problematik in Baden. «Damit es keine Unfälle gibt und sich die Chauffeure an ihren Zeitplan halten können, wird ein Sicherheitsdienst ab dem 1. November am Busbahnhof in Baden patrouillieren», verrät Patrick Zingg, Filialleiter Aarau bei Postauto Schweiz AG. Die Postautostation sei gemietet, «daher sind wir in der Verantwortung», erklärt Zingg. Die Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei funktioniere sehr gut. Die Überwachungskameras seien im August in Zusammenarbeit mit der Stadt Baden im Wartsaal sowie im Abfahrtsbereich der Postautos installiert worden. «Es fand eine Verlagerung statt, die Jugendlichen halten sich nun im hinteren Teil des Busbahnhofs auf», sagt Zingg. Das Littering-Problem im vorderen Bereich sei ihm bekannt. «Warteraum und Umgebung werden werktags geputzt. Das Müllproblem haben wir vorwiegend an Wochenenden.» Es könne nur an den Anstand der Jugendlichen appelliert werden.

Polizei kontrolliert regelmässig

Dass sich Jugendliche an der Postauto-Station gruppieren, weiss die Stadtpolizei. «Es hat viele Junge dort, aber wir haben keinen Grund, sie von dort wegzujagen», sagt Max Romann, Mediensprecher der Stadtpolizei Baden. Die Stadtpolizei patrouilliere dort regelmässig und führe Personenkontrollen durch. «Die Polizei kann erst eingreifen, wenn sie jemanden beim Littering erwischt», betont er. Zudem gebe es noch andere Orte – wie etwa der Bahnhof- und der Theaterplatz – an denen sich Jugendliche treffen würden. «Sie machen keinem was», betont er.