Herr Müller, ein zweistündiger, insgesamt 30 Kilometer langer Stau, das ist aussergewöhnlich. Warum dehnte sich der Stau gestern derart aus?

Stephan Müller:Auf der A1 herrscht beim Bareggtunnel zu den Hauptverkehrszeiten ausserordentlich starker Verkehr. Dass sich der Stau so ausgebreitet hat, zeigt wie sensibel unser Verkehrssystem ist und wie schnell dieser Autobahnabschnitt der A1 bei Neuenhof überfordert ist.

Die Pendler sind in der Folge auf die Umfahrungsstrassen ausgewichen. Ein Fehler?

Das Ausweichen auf die Umgebung bringt in einem solchen Fall nichts, der Verkehr ist auch dort sofort zusammengebrochen.

Wie kann ein solcher Monsterstau vermieden werden?

Der Stau ist durch einen Lastwagen entstanden, der sich auf der Fahrbahn quergestellt hat, da muss man sagen: Einen solchen Stau kann man nicht vermeiden. Es ist eine ausserordentliche Situation, auch auf einer Autobahn, die in diesem Bereich 6-spurig geführt wird.

Ausser Geduld haben hilft also auch künftig nichts?

Ja, die Wartezeit ist unvermeidlich, bis zur Räumung der Unfallstelle wird die Geduld der Automobilisten arg strapaziert. Morgens und abends befindet sich die A1 ohnehin schon an der Belastungsgrenze, wenn genau im Nadelöhr beim Baregg ein Unfall geschieht, dann dauert das.

Unfall und Stau am Baregg

Unfall und Stau am Baregg