Baden

Ein Stadtplatz – auch für Open-Air-Anlässe gedacht

Video zum Brown Boveri Platz in Baden

Video zum Brown Boveri Platz in Baden

Die Gestaltung von Plätzen hat in Baden wiederholt zu Diskussionen Anlass gegeben. Das dürfte beim Brown-Boveri-Platz kaum anders werden. Die Anforderungen an den Platz sind ebenso vielfältig wie die Rahmenbedingungen.

«Wir sind aber überzeugt, mit dem Siegerprojekt Kelim eine gute Lösung gefunden zu haben», sagt Stadtrat Kurt Wiederkehr, der vom Wettbewerb befriedigt ist. Das Projekt wird nun weiterbearbeitet und ab 2014 realisiert.

Multifunktional und Event-Platz

Die umliegenden Bauten definieren die Ausdehnung. Unweit vom Platz wird das Hochhaus Ost gebaut. Mit dem Trafo als Kongress- und Veranstaltungsort (auch für Ausstellungen) liegen Synergien auf der Hand.

In der Planung musste berücksichtigt werden, dass unter dem Platz ein Parkhaus mit 498 Parkplätzen liegen wird (Ersatz für Parkplätze Verenaäcker). Der Brown-Boveri-Platz ist ausserdem wichtiger Verknüpfungspunkt zwischen Innenstadt und Arbeitsort Baden Nord. Darum muss der Platz auch als Eingangsportal und Passantenplatz gestaltet sein. Dabei wird der neuen Passerelle zum Bahnhof, die neben dem Verwaltungsgebäude der Regionalwerke als separates Projekt geplant ist, eine besondere Bedeutung zukommen.

Unterschiedliche Ansprüche

Ursprünglich hätte der Trafo-Platz multifunktional sein sollen. Nun wird der Brown-Boveri-Platz die Funktion als Veranstaltungs-Platz übernehmen. Als innenstädtischer Platz ist gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität gefragt. «Nicht nur an den 30 bis 36 Anlässen im Jahr soll man sich an diesem Ort wohl fühlen, sondern auch in der übrigen Zeit», erklärt Jarl Olesen, Leiter Abteilung Planung. «Die Identität des Ortes ist darum ein wichtiges Ziel bei der Gestaltung», fügt Olesen an. «Besucherinnen und Besucher sollen im Schatten sitzen und Wasser von einem Brunnen trinken können», stellt sich Wiederkehr die Atmosphäre vor.

2,5 Mio. Franken im Finanzplan

Das Siegerprojekt Kelim der Schmid Landschaftsarchitekten sieht eine platzumfassende Baumkulisse vor. Welche Bäume gepflanzt würden, sei noch offen, so André Schmid. Hoch aufgeästete Bäume sollen es sein, damit die Platz-Durchsicht gewahrt bleibe. Obschon ökologische Ansprüche gestellt werden, erhält der Platz einen Schwarzbelag; bei den Bäumen sei eine Chaussierung (Pflästerung) denkbar, so Wiederkehr. Die Baueingabe für das Parkhaus wird demnächst erfolgen, dessen Bau ist auf 2012 geplant.

Der neue Platz wird laut Wiederkehr nicht vor 2014 realisiert und ist im Zusammenhang mit den umliegenden Projekten zu sehen, so auch mit einer allfälligen Neugestaltung der Haselstrasse. Der Einwohnerrat hat vor Jahresfrist bereits einen Wettbewerbs- und Projektierungskredit von 640000 Franken bewilligt. Im Finanzplan sind für die Erstellung des Brown-Boveri-Platzes 2,5 Mio. Franken eingestellt; die Baukosten für die Passerelle werden noch hinzukommen.

Ausstellung der Projekte in der Halle 37, Donnerstag, 8. 12. (17 - 20 Uhr), bis Freitag, 16. 12. (15 - 20 Uhr); Sa und So, 15 - 17 Uhr offen; Mo - Do, 16.30 - 19 Uhr.

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