Mellingen

Ein Städtchen, von der Reuss geteilt und vereint

Mellingen wurde einst gegründet, um den Flussübergang zu sichern, und wie damals prägt die Reuss auch heute noch die Entwicklung des Städtchens. (Archiv)

Mellingen wurde einst gegründet, um den Flussübergang zu sichern, und wie damals prägt die Reuss auch heute noch die Entwicklung des Städtchens. (Archiv)

Die Städtlichronik 2014 thematisiert den Fluss als Schicksalsnerv, Handelsweg und Heimat der Biber.

«Treffpunkt@Reuss» ist das Thema der neuen Mellinger Städtlichronik. Das @-Zeichen zwischen den beiden Worten dokumentiert, wie innig und nach wie vor aktuell die Verbindung zwischen dem Fluss und dem Städtchen ist. Ein Städtchen, das von der Reuss geteilt wird und dessen Existenz untrennbar mit dem Fluss verbunden ist. In früherer Zeit war er der Handelsweg zwischen Luzern und der Aare. Heute ist er eine beliebte Freizeitanlage geworden.

Wenn die Reuss aber über die Ufer tritt, zeigt sie ihre düsteren Seiten, auch dies ein seit Jahrhunderten bekanntes Phänomen. Sie ist der Schicksalsnerv von Mellingen. Von all dem wird in der Städtlichronik berichtet.

Geschichten über und um die Reuss prägen die Chronik. In einer wird vom Biber berichtet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war er in der Schweiz ausgerottet. Ab 1968 wurde zwischen Bremgarten und Mellingen 12 Biber ausgesetzt. Doch schon drei Jahre später waren sie verschwunden. Dann sind sie zurückgekehrt: Zirka 10 Tiere leben heute im Raum Mellingen.

Die Schmuckstücke der Ausgabe 2014 sind unbestritten die Fotos über den Freizeitwert des Flusses. Die vielfältige Flusslandschaft zeigt, dass das Leben in Mellingen auch ein wenig wie Ferien machen ist. Der Erholungswert des Flusses ist einmalig.

Ein bewegtes Jahr

In der Jahres-Chronik wird auf Ereignisse hingewiesen, die das Leben der Mellingerinnen und Mellinger 2014 prägten. Im ersten Eintrag wird von der Schliessung der Bäckerei Brügger berichtet. Damit wird zugleich ein Problem angesprochen, das weit verbreitet ist: die Standortprobleme des Gewerbes in den Altstädten.

Im Februar ist ein Eintrag einem zukunftsgerichteten Projekt gewidmet: die Grundsteinlegung für das neue Schulhaus an der Bahnhofstrasse. Ein denkwürdiger Tag war der 6. Juni: Im Städtchen wurde mit Jasmine Güler die 5000. Einwohnerin begrüsst.

Mehrere Einträge betreffen die geplante Umfahrung und damit eine zweite Strassenbrücke über die Reuss. So zeigt sich, wie der Fluss die Entwicklung des Städtchens, das zur Sicherung des Flussüberganges gegründet wurde, auch heute noch prägt.

Bezugsquelle: Gemeindeverwaltung Mellingen.

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